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International «Trump ist wandelndes Pulverfass»

Mit harten Bandagen beginnt die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton ihren Kampf gegen den republikanischen Kontrahenten. Auch die Rockband «Rolling Stones» nehmen Donald Trump ins Visier und wollen ihm PR-Auftritte mit ihren Songs untersagen

Hillary Clinton bei einer Rede
Legende: Trumps republikanische Rivalen wussten nicht, wie man zurückschlägt, meint Hillary Clinton. Keystone

Wenige Stunden nach dem wohl entscheidenden Sieg von Donald Trump bei den US-Vorwahlen hat die demokratische Favoritin Hillary Clinton den Republikaner scharf angegriffen.

Legende: Video SRF-Korrespondent Düggeli zum Erfolg von Trump abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 04.05.2016.

Die USA könnten nicht riskieren, einen so unberechenbaren Kandidaten zu wählen, sagte die ehemalige Aussenministerin dem Sender CNN. «Er ist ein wandelndes Pulverfass, und wandelnde Pulverfässer detonieren gerne mal.» Man sollte nicht das Risiko eingehen, dass das Land von einer tickenden Zeitbombe wie Donald Trump geführt werde.

«Sie wussten nicht, wie man zurückschlägt»

Sie zitierte Aussagen des Milliardärs wie die, dass der Klimawandel von China vorgegaukelt werde.

«Er macht diese grandiosen Aussagen und erhebt diese grandiosen Vorwürfe», sagte sie. Allerdings müsse man als Präsidentschaftskandidat irgendwann konkret werden: «Man muss den Leuten sagen, was man machen und wie man es machen will.»

Sie wisse, wie ein Wahlkampf gegen Trump zu führen sei, sagte Clinton dem Sender weiter. Dagegen hätten seine insgesamt 16 Rivalen bei den republikanischen Vorwahlen keine Ahnung gehabt, wie sie mit ihm umgehen sollten. «Sie hatten ihm bei den Sachfragen nichts entgegenzusetzen, weil sie eigentlich alle seiner Meinung waren», sagte Clinton. «Und sie wussten nicht, wie man zurückschlägt.»

Rolling Stones sperren Songs

Auch die Rockband «Rolling Stones» nimmt Trump ins Fadenkreuz. Der Milliardär solle bei seinen Wahlkampf-Auftritten keine Songs der Band mehr spielen.

Die Stones verlangen vom republikanischen Präsidentschaftsbewerber, das Spielen ihrer Musik sofort einzustellen, wie sie mitteilten. Man habe Trump nie eine entsprechende Erlaubnis erteilt. Trump hatte mehrmals den Hit «You Can't Always Get What You Want» der Rolling Stones bei Wahlkampfauftritten abspulen lassen.

Clinton in Umfragen vor Trump

Trump hatte die Vorwahl am Dienstag in Indiana so deutlich gewonnen, dass seine beiden verbliebenen Rivalen um die Präsidentschaftskandidatur anschliessend aufgaben. Clinton hat ihrerseits einen so grossen Vorsprung, dass ihr die Kandidatur Experten zufolge eigentlich nicht mehr genommen werden kann.

Jüngsten landesweiten Umfragen zufolge liegt sie etwa zehn Prozentpunkte vor dem Republikaner Trump.

Die formelle Ernennung erfolgt auf den jeweiligen Parteitagen im Sommer. Die eigentliche Präsidentenwahl findet am 8. November statt.

Eine Milliarde Dollar

Zusammen mit der republikanischen Partei will Präsidentschaftsbewerber Trump rund eine Milliarde Dollar für einen möglichen Wahlkampf gegen Hillary Clinton einsammeln. Den Demokraten ihrerseits könnten bis zu zwei Milliarden Dollar zur Verfügung stehen, orakelte er gegenüber NBC.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Wenn Trump "You can't always get what you want" auf sich selbst bezöge, dann wäre der Song ja nicht mal so unpassend. Ob die Stones ihn demnächst mit entsprechend angepasstem Text performen sollten? Haben sie vielleicht sogar vor der Wahl noch einen Auftritt in den USA? Oder vielleicht könnten sie ihn auf eine so saftige Entschädigung wegen Urheberrechtsverletzung verklagen, dass Trump seinen Wahlkampf nicht mehr bezahlen kann? Sir Mick Jagger, please read that suggestion...
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Allen vereinigten Verschwörern, Gut- und Wutbürgern, Volch und Zivilgesellschaft empfehle ich die Rede Trumps von letzter Woche. Anders als von den nahezu gleichgeschalteten Massenmedien behauptet, hat Trump in seiner aussenpolitischen Grundsatzrede eine klare Linie gezeigt und ein ziemlich schlüssiges Konzept für eine nationale und rationale US-Aussenpolitik vorgelegt, das sich erheblich von dem der letzten Präsidenten unterscheidet. Konnen Sie googeln:worlpress.com das aussenpolitische Konzept
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    1. Antwort von D. Schmidel (D. Schmidel)
      Vielleicht wird ja Trump Hillarys Aussenminister. Ihre Töchter werden das schon einfädeln.
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    2. Antwort von Max Blatter (maxblatter)
      Dass Trump "eine klare Linie" zeigt, stimmt weiss Gott! Mehr gibt's dazu wohl nicht zu sagen.
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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Es wird das Jahr der Verschwörer. Nächstes Jahr, wenn dann nichts von Alledem eingetroffen ist, wird es wieder langweilig. Das war schon bei der Jahrtausendwende so.
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