Zum Inhalt springen

Trump legt Steuerreform vor Gewollte Salamitaktik der Republikaner

Die Republikaner präsentieren ihre Steuerreform in Scheiben. Diese Salamitaktik ist gewollt. Eine Analyse.

Legende: Video Trumps Steuerreform abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.09.2017.

Bei der Einkommenssteuer verfolgen die Republikaner das Prinzip: «Wir geben allen etwas, aber den Grossverdienern etwas mehr.» Sie dürfen sich über tiefere Steuern freuen von maximal 35 Prozent statt wie bisher 40 Prozent.

Die Mittelschicht profitiert vor allem von höheren Kinderzulagen und von einem doppelten Haushaltsabzug. Andere Abzüge dürfen hingegen nicht mehr gemacht werden. Das wird den Spareffekt einschränken.

Erbschaftssteuer ganz abschaffen

Die Republikaner befürchten wohl selber ein gewisses Ungleichgewicht und stellen in ihrem neunseitigen Papier vage zusätzliche Steuern für Grossverdiener in Aussicht, ohne zu erklären welche. Die Republikaner wollen zudem die Erbschaftssteuer ganz abschaffen: Das betrifft aber nur schwerreiche Familien.

Zur Unternehmenssteuer: Sie soll von 35 Prozent auf 20 Prozent sinken – das wäre die höchste Steuersenkung in der Geschichte der USA. Die Republikaner versprechen dafür Schlupflöcher zu eliminieren. Doch welche und wie – das sagen sie nicht.

Die Reichen profitieren am stärksten

Ihre Steuerreform präsentieren die Republikaner in Scheiben. Diese Salamitaktik ist gewollt. Sie wollen Lobbyisten und die Opposition so lange wie möglich im Ungewissen lassen – und vielleicht auch das Volk. Denn: Im Moment profitieren die Reichen stärker. Dass sich das ändert – man mag es glauben oder nicht.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Da überschlägt er sich wieder in Superlativen und fuchtelt mit den Händen, am Ende bleibt eine neue Blamage. Bei ersten Problemen, wendet er sich zur Aussenpolitik. Kennt man ja.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Steff Stemmer (Steff)
    Ist in der Schweiz nicht die selbe Tendenz erkennbar? Es findet sich keine Lösung für die Sichrung der AHV und die Sozialwerke allgemein. Der Mittelstand wird immer stärker belastet. Die Bereicherung der 'Reichen' geht munter weiter, der Banken, Versicherungen, Firmen mit Steuervergünstigungen, -Abkommen, Pauschalsteuern, Steuerabkommen, keine einheitliche Erbschaftssteuer, keine Kapitalgewinnsteuer, keine Transaktionssteuern und einigem mehr. Wie lange gibt es noch einen Mittelstand?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Wann endlich erkennt das amerikanische Volk, dass sie mit Trump einen «Selbstbediener» gewählt haben?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Esther Siefert (E.S. (parteilos))
      Das wird noch dauern, weil von jenen, die ihn gewählt haben ein grosser Teil ebenfalls Selbstbediener sind und die restlichen sind ungebildet und/oder glauben Trumps Rhetorik. Solche gibt es bei uns allerdings auch - oder nicht ?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen