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Trumps Wahlversprechen Trump ordnet Bau der Grenzmauer zu Mexiko an

Legende: Video Donald Trump macht ernst mit dem Mauerbau abspielen. Laufzeit 5:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.01.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Donald Trump hat den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko angeordnet.
  • Der Republikaner unterzeichnete heute in Washington ein entsprechendes Dekret.
  • Durch den Grenzwall sollen illegale Einwanderung und Drogenhandel eingedämmt werden.
  • Die USA werden für den Bau der Mauer finanziell aufkommen – doch Donald Trump versicherte, dass Mexiko die Kosten zu einem späteren Zeitpunkt zurückbezahlen wird.

Für die Umsetzung von Trumps markantestem Wahlkampfversprechen veranschlagen Experten Kosten in Höhe von bis zu 40 Milliarden US-Dollar. Die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten ist rund 3200 Kilometer lang. Ein Teil davon ist aber bereits mit Grenzzäunen und Sperranlagen gesichert.

Experten halten den Bau der Mauer deshalb für Geldverschwendung. In Gebirgsregionen und Wüsten entfalte sie praktisch keine Wirkung – und gerade dort sei sie besonders schwierig und nur unter erheblichen Kosten zu errichten.

Trump will Mexiko zahlen lassen

Trump erklärte im US-Sender ABC, er wolle mit den Planungen sofort und mit dem Bau so schnell wie möglich beginnen, vermutlich innerhalb von Monaten. Mexiko werde für die Kosten zu einem späteren Zeitpunkt aufkommen müssen – und zwar «zu 100 Prozent». Mexikos Regierung hat wiederholt betont, das Land werde keine Zahlungen für den Mauerbau leisten.

Angesichts der fortschreitenden Pläne der Trump-Administration, die Mauer entlang der mexikanischen Grenze zu bauen, gerät der mexikanische Staatschef Enrique Enrique Peña Nieto unter Druck: «Ich glaube, Peña sollte seinen Besuch in Washington absagen», sagte der ehemalige mexikanische Aussenminister Jorge Castañeda im Radiosender Fórmula.

Mexikanische Politiker fordern Absage des Gipfeltreffens

Mit dieser Meinung steht er nicht allein – im Gegenteil: Der einflussreiche Linkspolitiker Cuauhtémoc Cárdenas sagte: «Ich finde, das Mindeste in dieser Situation wäre, den Besuch in den USA abzusagen und eine würdevolle Position für Mexiko zu suchen.»

Und die frühere First Lady und mögliche Präsidentschaftskandidatin Margarita Zavala schrieb auf Twitter: «Die Ankündigung der Mauer vor dem Besuch von Peña Nieto ist eine Beleidigung für Mexiko. Man sollte den Besuch überdenken.» Das Treffen zwischen Trump und Nieto ist für kommende Woche geplant.

72 Kommentare

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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten sagte Walter Ulbricht im Juni 1961. Am 13. August begann der Mauerbau. Israel baute eine 9 m hohe Mauer und den Zaun um Ostjerusalem herum so dass die illegalen jüdischen Siedlungen jetzt innerhalb der Mauer stehen. Ein Konflikt der seit 1949 besteht mit Hilfe der UNO. Nun wird eine bestehend Mauer erweitert. Warum stört sich niemand an der Mauer die Palästinenser von Palästinensern trennt wohlverstanden nicht Juden von Palästinensern.
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    1. Antwort von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
      Frau Fischer, psst nicht zu Laut darüber darf man nicht sprechen.. das ist ja auch nicht Trump. Eine Mauer dient bekanntlich immer zum Schutz.... kommt nur darauf an auf welcher Seite man steht.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
    Ich glaube, Trump hat die Chinesische Mauer auf einem Reiseprospekt gesehen und sagte sich, «so etwas will ich auch haben».
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    1. Antwort von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
      Er steht sicherlich mehr auf eine "Tortilla- Mauer" ist ja schon seit 2006 über 22.5 km lang.. da braucht`s nicht mehr viel.Vielleicht hat er sich aber auch die DDR Mauer angeschaut.. Made in Germany.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Mit dem Mauerbau werden nicht nur Menschen zurück gehalten, auch die Wildtieren auf ihren Wanderungen die keine Grenzen kennen werden daran gehindert. Gut möglich, dass es auch dort ein Artensterben gibt. Der Egomane Trump denkt nicht an das Volk und die Umwelt sondern nur wie er weiter prahlen kann, was er per Dekret wieder ändert, was andere aufgebaut haben sehr zum Leid der betroffen Menschen.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Nun, überall auf der Welt, wo der Mensch sich niederlässt, wo Strassen & andere Infrastrukturen gebaut werden, nimmt es Wildtieren Lebensraum & hintert sie an ihren Wanderungen. Und an dieser Mauer haben schon viele Vorgänger vor ihm gebaut. Er vervollständigt dieses "Werk" seiner Vorgänger nur.
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