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Hackerangriff im US-Wahlkampf Trump preist Putins Reaktion

Legende: Video Donald Trump lobt die Reaktion von Russlands Präsident Putin abspielen. Laufzeit 3:00 Minuten.
Aus 10vor10 vom 30.12.2016.
  • Donald Trump hat Wladimir Putin dafür gepriesen, dass er nach den neu angekündigten Sanktionen der USA vorerst auf Gegenmassnahmen verzichtet.
  • Diese Reaktion sei ein grossartiger Zug des russischen Präsidenten, schrieb der designierte US-Präsident heute Abend auf seinem Konto des Kurznachrichtendienstes Twitter.

Donald Trump hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin dafür gelobt, dass er nach den neuen US-Sanktionen vorerst auf Gegenmassnahmen verzichtet.

Putins Reaktion sei ein grossartiger Zug, schrieb der designierte US-Präsident heute Abend auf seinem Account des Kurznachrichtendienstes Twitter. «Ich habe immer gewusst, dass er sehr klug ist.»

Bereits am Donnerstag hatte der Immobilienunternehmer auf die neuen Sanktionen gegen Russland in einem kurzen Statement reagiert. Es sei «Zeit für unser Land, zu grösseren und wichtigeren Dingen überzugehen», sagte Trump.

Putin richtet sich nur noch nach Trumps Politik

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte auf die Ausweisung von US-Diplomaten als Vergeltung für die diplomatischen Strafmassnahmen der USA verzichtet – dies nachdem Aussenminister Sergej Lawrow Gegenmassnahmen angekündigt hatte. Vielmehr lud Putin «alle Kinder von in Russland akkreditierten US-Diplomaten» ein, «die Neujahrs- und Weihnachtsfeiern im Kreml» zu besuchen.

Legende: Video SRF-Korrespondent Thomas von Grünigen analysiert den Hackerstreit abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus 10vor10 vom 30.12.2016.

Der russische Präsident machte zudem klar, dass er für die Gestaltung des Verhältnisses zu den USA nur noch die Russland-Politik des künftigen US-Präsidenten Trump für massgeblich erachte. Dies werde in den USA als Schachzug betrachtet, um Donald Trump den Rücken zu stärken, erklärt SRF-Korrespondent Thomas von Grünigen.

Trump will sich mit Geheimdiensten treffen

Donald Trump kündigte derweil an, dass er sich in der kommenden Woche «im Interesse unseres Landes» mit Vertretern der US-Geheimdienste treffen werde. Dies um sich über die «Fakten» im Fall des möglichen Hackerangriffs aufklären zu lassen. Zu den Beweisen der US-Geheimdienste, welche den russischen Hackerangriff belegen, äusserte sich Trump nicht. Vielmehr machte der Republikaner gegenüber der «New York Times» das Internetzeitalter für den Hackerangriff verantwortlich.

Der US-Auslandgeheimdienst CIA und die US-Bundespolizei FBI wollen genügend Beweise dafür gefunden haben, die belegen, dass sich Russland mittels Hackerangriffe in unzulässiger Weise in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt hat.

Paul Ryan applaudiert Obama

Im Zuge dieser Beweise hat der amtierende US-Präsident Sanktionen gegen Russland verhängt: So wurden 35 russische Diplomaten des Landes verwiesen. Diese hätten 72 Stunden Zeit die Vereinigten Staaten zu verlassen. Darüber hinaus würden zwei russische Anwesen in den USA geschlossen.

Die Republikaner im Parlament begrüssten die Massnahme des Weissen Hauses – allen voran der Chef des Repräsentantenhauses Paul Ryan. Dieser bezeichnete die Sanktionen gegen Russland als «überfällig». Die republikanischen Senatoren John McCain und Lindsay Graham kündigten ausserdem an, im Kongress auf noch schärfere Sanktionen gegen Moskau zu drängen.

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57 Kommentare

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  • Kommentar von E. Jacobs (E.J.)
    Dieser Obama ist in der Tat der schlechteste Präsident aller Zeiten in der US-Geschichte. Er kann die Wahl von Trump immer noch nicht verstehen und sucht verzweifelt einen Schuldigen anstatt die Schuld in seiner eigenen Politik zu suchen. Dazu provoziert er in seinen letzten Tagen ein politisches Desaster mit Russland. Dies nicht um Russland zu schaden sondern seinem Nachfolger Trump die Uebergabe möglichst zu erschweren. Dazu erfindet man halt schnell mal ein Lügenmärchen von Russischen Hackern
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  • Kommentar von O. Raiski (O.R.)
    Die Journalisten haben ganz genau dass selbe Meinung was ihre Chefs ihnen vorführen... wie sonst könnten sie überhaupt ihre job irgendwie halten ?
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  • Kommentar von Ch. Helfenstein (Ch. Helfenstein)
    Genau diese Verhalten von Trump war und ist zu erwarten und die grosse Gefahr. Grosse Töne, etwas verurteilen oder für gut befinden. Ein paar Zeilen später, erfährt man, dass er sich nächste Woche mit den Geheimdiensten treffen und sich informieren will Kurz gesagt" Er verkündet eine Meinung, bevor er sich informiert, schlicht Aktenfremd". Und so etwas wird US Präsident.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Und wieviel "Gutes" hatte die Welt von Obama erwartet & es wurde nicht erfüllt? Also besser weniger Erwartungen zu haben, als hinterher enttäuscht zu werden. Und Menschen mit Ecken & Kanten sind berechenbarer, als die aalglatten wie Obama. Zu Trump kann man sagen:"Er sagt viel, wenn der Tag lang ist." Zu Obama kann man sagen:" Er sagt viel, was Menschen hören wollen, um es dann am Ende des Tages gleich wieder zu vergessen."
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