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Gewalt in Charlottesville Trump: «Rassismus ist böse»

Nun also doch: Zwei Tage nach den Ausschreitungen verurteilt US-Präsident Donald Trump die rechte Gewalt in Charlottesville.

Legende: Video Trump kritisiert rechtsextreme Gewalt abspielen. Laufzeit 1:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.08.2017.
  • Zwei Tage nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei einer Kundgebung von Rassisten in Charlottesville hat US-Präsident Donald Trump Rassismus und Neonazismus verurteilt.
  • Neonazis, der Ku Klux Klan oder andere Gruppen voller Hass hätten keinen Platz in Amerika, sagte Trump in Washington in einem eigens anberaumten Statement vor Medien.
Legende: Video Einschätzung von SRF-Korrespondent Peter Düggeli abspielen. Laufzeit 2:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.08.2017.

«Rassismus ist böse und diejenigen, die in seinem Namen Gewalt anwenden, sind Kriminelle und Verbrecher», sagte Trump. Dem US-Präsidenten war überparteilich vorgeworfen worden, sich nach den Vorkommnissen von Charlottesville nicht eindeutig geäussert zu haben.

Weil er zunächst von «Gewalt von vielen Seiten» gesprochen und Rassisten nicht explizit beim Namen genannt hatte, war er unter erheblichen Druck geraten.
«Es kommt nicht auf die Hautfarbe an», sagte Trump. Die Attacke eines jungen Mannes mit einem Auto, bei der am Samstag eine Frau ums Leben gekommen war, nannte der Präsident Trump «rassistisch». Amerika müsse auf solchen Hass mit Liebe antworten, Stärke zeigen und aufs Neue zusammenkommen.

Trotz wachsender Kritik hatte der US-Präsident eine klare Schuldzuweisung an Rechtsextreme wegen der Gewalt in Charlottesville vermieden. Im Gegensatz dazu verurteilten hochrangige US-Regierungsvertreter den Angriff eines mutmasslichen Rechtsextremisten mit einem Auto auf eine Gruppe Gegendemonstranten scharf.

Justizminister Jeff Sessions sprach von «einheimischem Terrorismus», Vizepräsident Mike Pence von «gefährlichen Randgruppen».

Die Ereignisse in Charlottesville:

  • Zu dem Aufmarsch in Charlottesville hatten mehrere Gruppierungen vom extrem rechten Rand aufgerufen – unter ihnen der rassistische Ku Klux Klan und die Alt-Right-Bewegung, die Trump im Präsidentschaftswahlkampf unterstützt hatte.
  • Bei der Kundgebung kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten.
  • Ein Kundgebungsteilnehmer raste mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete eine Frau. 19 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.
  • Auch ein Polizeihelikopter ist während der Proteste abgestürzt. Zwei Beamte kamen dabei ums Leben. Die Ursache für den Absturz ist noch unklar.

31 Kommentare

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  • Kommentar von Joyce Schmid (jms)
    "Gruppen voller Hass hätten keinen Platz in Amerika". Somit haben Donald Trump und seine Anhänger auch keinen Platz in Amerika.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Rassismus ist böse..das sind die einfachen Worte eines Primarschülers,der zwar weiss was Rassismus ist, aber die Zusammenhänge nicht versteht. Und so ist das auch bei Trump. Er ist nicht bös oder hinterhältig wie manche Politiker, aber hat keine Ahnung von Politik und schon gar nicht von den komplexen Zusammenhängen der Weltpolitik. Deshalb lasst ihn ruhig weiter Twittern, so teilt er uns seine Gedanken sofort mit.
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    1. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Ich habe Trump's Twitter auch abonniert, denn ich möchte die Ankündigung des Ausbruchs des 3. Weltkriegs keinesfalls verpassen.
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Na dann viel Vergnügen Frau Meier. Da kommt vielleicht ein Twitter von ihm, Morgen früh schlagen wir zurück ,Sie fallen vor Schreck bald um und einige Stunden später... er hat es nicht so gemeint....ich lese sie lieber hinterher wenn alles bereits korrigiert ist.
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  • Kommentar von Roger Stahn (jazz)
    Nun haben die linksextreme Antifa in Durham vor dem County Court House randaliert, zugeschlagen und ein Konföderierten-Denkmal vom Sockel gerissen und darauf eingeschlagen. Es soll eine direkte Antwort auf die rechte Gewalt in Charlottesville sein. Wie bereits gesagt, jedes Extrem, ruft das Gegenextrem auf den Plan und umgekehrt.
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    1. Antwort von Roger Stahn (jazz)
      Ob nun die MSM ebenso darauf insistieren werden, dass diese Gewalt der Antifa, nun auch explizit von Trump öffentlich benannt werden soll, oder werden sie sich begnügen mit dem bereits Gesagten «...oder andere Gruppen voller Hass hätten keinen Platz in Amerika» ?
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Haben Sie irgend ein Zeichen gesehen, das auf linksextreme hinweist? Ich sehe unvermummte aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger, die Sachbeschädigung begehen.
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    3. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      Randalismus und Vamdalismus sind in jedem Fall zu verurteilen. Aber wenn Sie recht haben und das Zerstören einer Statue "das Gegenrxtrem" zum Mord (Totschlag) durch einen verblendetem jungen Rechtsextremen ist, dann sagen Sie damit auch klar, welche Ideologie die gefährlichere ist. Auf der einen Seite richtet sich der Hass direkt gegen Menschen!
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    4. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Roger Stahn, wie kommen Sie auf die Idee, dass linksextreme Antifa involviert ist? Die ganze USA, von Rechts bis Links, ist schockiert von dem Aufmarsch der Rechtsextremen! Die Leute, die dieses Denkmal für die Sklaverei zerstört haben sind weder vermummt, noch stehen sie für Linksextreme Anliegen ein. Sie kämpfen gegen Rassismus und verteidigen die amerikanische Verfassung. Ich denke, jeder einzelne von ihnen ist gerne bereit, dafür eine Busse zu zahlen oder ins Gefängnis zu gehen.
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