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US-Politiker angeschossen Trump: Schütze von Alexandria ist tot

  • Auf einem Sportplatz nahe Washington feuerte ein Schütze auf ein Baseball-Team aus republikanischen Kongressmitgliedern.
  • Der Abgeordnete Steve Scalise wird dabei an der Hüfte verletzt.
  • Der Täter erlag seinen Verletzungen, wie US-Präsident Donald Trump bestätigte.

Bei der Schiesserei auf einem Baseball-Spielfeld nahe Washington hat die Polizei möglicherweise ein Massaker verhindert. Der Senator Rand Paul sagte TV-Sendern, er habe 50 bis 60 Schüsse gehört. Seinen Angaben zufolge ist es der Polizei zu verdanken, dass der Sportplatz nicht in ein Schlachtfeld verwandelt wurde. Die Polizisten hätten sofort das Feuer erwidert, sagte Paul..

Die Kongressabgeordnete trainierten auf dem Spielfeld für ein Benefizspiel zwischen Republikanern und Demokraten, das für Donnerstag angesetzt war. Dieses Spiel hat eine mehr als 100-jährige Tradition.

Scalise in Hüfte geschossen

Bei dem Vorfall wurde der republikanische Abgeordnete Steve Scalise schwer verletzt. Er soll in die Hüfte getroffen worden sein. Er befinde sich aber in stabilem Zustand. Scalise ist die Nummer drei der republikanischen Partei. Wegen seiner hohen Position in der Parteiführung wurde er von der Capitol Police zu dem Sportplatz nach Alexandria begleitet. Den Angaben zufolge wurden auch zwei der Polizisten verletzt.

Der Abgeordnete Mo Brooks aus Alabama berichtete dem Sender CNN, ein Mann mit einem Gewehr habe insgesamt fünf Menschen verletzt. Brooks sagte, der Mann habe es offensichtlich auf Politiker abgesehen gehabt.

Der Senator Jeff Flake sagte vor Ort, Scalise habe sich selbst vom Spielfeld geschleppt. Die Sender MSNBC und CNN berichteten, ein Mann in Sportkleidung habe zunächst mit den Politikern auf dem Spielfeld gesprochen und dann das Feuer eröffnet.

Bei dem Angreifer handelte es sich nach übereinstimmenden Recherchen von «Washington Post» und CNN um einen 66 Jahre alten Mann aus dem Bundesstaat Illinois. Der Selbstständige hatte den Berichten zufolge seine Lizenz für seine Firma verloren.

Legende: Die Schüsse fielen während eines Baseballtrainings in Alexandria. SRF

Wer ist Scalise?

Wer ist Scalise?

Steve Scalise (51) ist republikanischer Abgeordneter im Kongress. Er ist in der Rangfolge der republikanischen Partei die Nummer drei. Er ist «Majority whip» im Abgeordnetenhaus, das ist eine Art Geschäftsführer. Scalise kommt aus Louisiana.

Sanders distanziert sich

Beim Angreifer soll es sich um einen Mann handeln, der sich im Vorwahlkampf für Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders engagiert hatte. «Echten Wandel kann es nur durch gewaltfreies Handeln geben», sagte Sanders. Alles andere sei nicht mit amerikanischen Werten vereinbar.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    So tief wie in Japan ist die Mordrate nirgendwo. Das zeigt: Die beste Prävention ist, Schusswaffen zu verbieten. In Japan gibt es kein Daillon und erst recht keine Schulschiessereien wie in den USA. Gewiss gibt es in Japan auch soziale Probleme, aber die Mordrate ist mit weniger als 0,1 Opfern auf 100'000 Einwohner die tiefste aller OECD-Staaten. .....
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      ....In Japan ist der Besitz von Schusswaffen verboten. Legal trägt nur die Polizei Schusswaffen, illegal die Mafia – allerdings immer seltener. Wer einen Schuss abfeuert, wird mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft, selbst wenn es nur ein Probeschuss ins Leere war. Gefährdet er damit jemanden, fällt die Strafe viel härter aus.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    ,,Auch hinsichtlich der Tötungsrate mit Schusswaffen befindet sich die Schweiz an vorderster Front: Von den OECD-Staaten haben nur Mexiko, die USA und Chile auf 100'000 Einwohner hochgerechnet mehr Tötungen mit Schusswaffen aufzuweisen. Die Türkei befindet sich gleichauf mit der Schweiz auf Rang vier. Das ergab der Global Homicide Report 2013 der Vereinten Nationen."
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    1. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Dazu geht in der Schweiz auch noch jeder zweite "Homicide" auf die "Schienen". Finden Sie wirklich, dass es noch mehr Selbstmorde auf offener Strasse (Schiene) geben soll?! Das traurige ist, dass es in der (zu) kleinen Schweiz zu so vielen Selbstmorden kommt.Für mich ist klar, dass die Überbevölkerung +der Anteil der Ausländer schuld daran ist. Früher hatte man regelmässig Forschungssendungen mit Ratten am TV gezeigt, darin wurde gezeigt, wie Ratten bei Überbevölkerung mit "Gewalt" reagieren.
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Obama hat leider vergeblich versucht die Waffengesetze in den USA zu verschärfen. Hoffentlich unternimmt der oder die nächste Präsident/in einen neuen Versuch. In den USA sterben erheblich mehr Menschen durch Amerikaner als durch ausländische Terroristen.
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    1. Antwort von Luca Borgo (Unus pro omnibus, omnes pro uno)
      Die US Verfassung verbietet nunmal waffengesetze, die Schweiz hatte bis in die Ende 90er keine Waffengesetze, trotzdem war die Schweiz schon immer sicherer und hatte auch weniger Waffengewalt als jetzt Frankreich oder Italien.
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    2. Antwort von Luca Borgo (Unus pro omnibus, omnes pro uno)
      Die Gründe für Gewalt sind eher sozioökonomisch, Die Kriminalität ist hauptsächlich da wo die Menschen in den USA in Sozialwohnungen wohnen und food stamps bekommen und eventuell über einen gewissen Zeitraum Arbeitslosengeld bekommen oder von Ergänzungsleistungen Leben, da wo die normalen Leute Wohnen passiert eigentlich selten was.
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    3. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Wenn es in den USA ein Waffengesetz gäbe, das den Besitz von Waffen wie bei uns einschränken würde, würden sehr viel mehr Amerikaner umgebracht. Bei uns ist es leider so, dass die "Opfer" erschossen werden und nicht die Kriminellen.
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    4. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Wer Waffen verherrlicht, verherrlicht auch Gewalt. Dafür werden Waffen gebaut! (Sportwaffen ausgenommen)
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