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Spekulationen über Trumps Russland-Freundlichkeit
Aus Tagesschau vom 11.01.2017.
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Trump und Geheimdienste Trump, Sex und russische Hackerangriffe

Der Streit um russische Geheimdienstangriffe auf die USA bekommt ein weiteres Kapitel.

Was ist neu? Mehrere US-Medien berichten, Russland habe Informationen über Donald Trumps Privatleben und Finanzen gesammelt. Diese könnten den künftigen Präsidenten in Bedrängnis bringen. Dabei geht es laut der «New York Times» um Sexvorwürfe im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013. Trump wie auch der Kreml bestreiten die Vorwürfe. Die US-Geheimdienste haben das Material noch nicht verifiziert.

Der Anfang des Geheimdienststreits. Im Juni 2016, mitten im US-Wahlkampf, berichtet die «Washington Post»: «Hacker der russischen Regierung sind in das Computernetzwerk der Demokratischen Partei eingedrungen und hatten Zugang zur ganzen Datenbank über den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.» WikiLeaks veröffentlicht in der Folge Emails der demokratischen Partei – tausende am Tag vor der Präsidentschaftswahl.

Matroschkas in einem Laden in Moskau zeigen Trump und vier seiner Vorgänger.
Legende: Matroschkas am Tag der US-Wahl in Moskau nehmen das Wahlresultat vorweg. Keystone

Die Folgen. Im Juli tritt die demokratische Parteichefin Debbie Wassermann zurück. Sie reagiert damit auf Emails, die zeigen, dass einige Parteikader die Kandidatur des Clinton-Konkurrenten Bernie Sanders als demokratischer Präsidentschaftsanwärter hintertreiben wollten. Am 8. November wird der Republikaner Donald Trump zum neuen US-Präsidenten gewählt. Der Streit, ob Russland das Wahlergebnis beeinflusst hat, geht los.

Präsident Obama spricht an einer Medienkonferenz
Legende: Kurz vor Jahresende verhängt Präsident Obama Sanktionen gegen Russland. Keystone

Die Antwort der US-Behörden. Die amerikanischen Geheimdienste bestätigen die Vorwürfe gegen die russische Regierung. Nach der Wahl von Donald Trump wird bekannt: Im Weissen Haus wusste man, dass Hacker auch die republikanische Partei gehackt hatten. Präsident Obama verhängt wegen der Hackerangriffe Sanktionen gegen Russland. Unter andrem weist er 35 russische Diplomaten aus den USA aus.

Die Reaktionen von Donald Trump. Trump reagiert von Beginn weg gereizt auf die Hacking-Vorwürfe. Er sagt zunächst, er glaube, die demokratische Partei habe sich selbst gehackt. Später twittert er, es hätte auch China oder irgendein Typ in New Jersey sein können. Die Erkenntnisse der US-Geheimdienste, dass die Hacker ihm helfen wollten, zweifelt er an. Trump beschuldigt die Geheimdienste der Voreingenommenheit. Jüngst ging er nach einem Briefing durch die Geheimdienste aber auch davon aus, dass Hacker der demokratischen Partei Daten gestohlen haben. Obwohl das niemand behauptet, stellt er fest: Wahlmaschinen seien nicht betroffen gewesen.

Wie geht es weiter? Am 20. Januar wird Donald Trump als Präsident vereidigt. Ab dann ist er der Chef der US-Spione. Er hat bereits angekündigt, dass er die Geheimdienste reformieren will. Einige Senatoren – Demokraten und Republikaner – wollen die Hackerangriffe genauer untersuchen und schärfere Sanktionen gegen Russland verhängen.

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40 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Starnberger  (Walter Starnberger)
    Tja, nun ist es raus. Die angeblichen Sexvorwürfe wurden von einem ehemaligen britischen Geheimdienstoffizier aus dubiosen Quellen zusammengetragen, geschrieben für die Kampagnen von Trump-Gegnern. Und auch der US-Geheimdienstdirektor Clapper hält den angeblich kompromittierenden Bericht zu Trump nicht für glaubwürdig, und dass er keineswegs aus Geheimdienstquellen stammt.. Es sieht schlecht aus für CNN.
    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Es verkauft sich halt gut, Trump, Sex und russische Hackerangriffe. Da braucht es keine weitere Werbung mehr.
    2. Antwort von E. Waeden  (E. W.)
      Vielleicht war es ja James Bond 007? Und er hat diese Storys für einen nächsten Bond-Film zusammen getragen?.
    3. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Schon seit 2 Jahren ist CNN ein "Trump-basher" und hat sicher etwas mit dieser Veröffentlichung zu tun. Wer den Journalisten während der Pressekonferenz von Trump gehört und gesehen hat, weiss sofort worum es sich handelt. Und Trump hat entsprechend unglaublich klar reagiert. Noch nie habe ich in den letzten 40 Jahren eine so konsequente, korrekte Haltung von einem Mann gesehen. Ich hoffe, dass die Crew im CNN ausgewechselt wird, denn es wäre/ist schade, dass auch dieser Sender in Verruf gerät!
    4. Antwort von James Klausner  (Harder11)
      @M.Roe: Wenn er pinkeln muss, dann muss er, das ist nur konsequent.
  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Auch unsere Presse ist also immer noch am "bashen" gegen Trump. Was ist aus unseren Journalisten geworden. Ein Heer von bärtigen Aufwieglern die sich über die "vernünftig gebliebenen" totlachen. Da würde ich sogar die strickte Einhaltung von Werten in Russland bevorzugen. Auch Donald Trump hat schon heute gezeigt, was "konsequentes Handeln" heisst. Ich habe noch eine kleine Hoffnung, dass sein Verhalten uns "vernünftig gebliebenen" noch mehr Auftrieb geben wird, und uns zum Durchbruch verhilft.
    1. Antwort von James Klausner  (Harder11)
      Sie und wer sind die "vernünftig gebliebenen"? "Ein Heer von bärtigen Aufwieglern?" Vielleicht würde ich mich über Ihren Beitrag nicht gerade totlachen, aber erheiternd ist er ja schon... und etwas unheimlich.
    2. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      @ Harder11: Bin mit Ihnen einig. Ein bisschen unheimlich der letzte Satz wenn man den Abschnitt vorher gelesen hat. Und wer im Zusammenhang mit Trump von "vernünftig" redet ...
    3. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Sind jetzt nur noch die vernünftig geblieben , die an dieser Trump Verherrlichung teilnehmen. ? Und CNN soll auch die ganze Belegschaft auswechseln? Ich glaube, es ist besser man hält mit seiner Meinung vor solchem Fanatismus sich fern.
  • Kommentar von Beat Müller  (Paul Öhler)
    Kann es auch mal einen Tag geben, an dem nicht von Trump berichtet wird. Lasst die das doch klären und dann vom endergebnis unter ferner liefen eine Mitteilung rausgeben. Ohne Schlagzeile, einfach so. Danke
    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Es ist ein Teil einer Anti-Trump-Kampagne, die längst schon kontraproduktive Zuege entwickelt, die Trump nur noch nützt.