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Für ihr erstes Treffen Trump und Putin schwänzen offenbar wichtige G20-Sitzung

Sie treffen sich zum ersten Mal – und verbinden das mit einem Affront gegen Angela Merkel.

Trump und Putin als Wandmalerei.
Legende: Das lang erwartete Treffen soll heute über die Bühne gehen. Keystone
  • Das lang erwartete Treffen von US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin findet angeblich parallel zu einer Arbeitssitzung des Hamburger G20-Gipfels statt.
  • Die Begegnung sei für Freitag 16.00 Uhr geplant, meldete die russische Agentur Interfax am Donnerstag. Sie nannte aber keine Quelle. Das Treffen werde etwa eine Stunde dauern.
  • Dazu müssten sich Trump und Putin aus der zweiten Plenarrunde absetzen, die sich nach dem Willen von Kanzlerin Angela Merkel mit nachhaltiger Entwicklung, Klima- und Energiefragen beschäftigen wird.
  • Sollte es so kommen, könnte Trump der Diskussion über seine Rolle in der Klimapolitik ausweichen. Er will aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen.

Mit Spannung wird die erste persönliche Begegnung Trumps mit Putin erwartet. Die Beziehungen der beiden Staaten sind so angespannt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Bei einem Warschau-Besuch hatte Trump Russland am Donnerstag «destabilisierendes Verhalten» vorgeworfen.

US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel geben sich die Hand
Legende: Handshake Merkel/Trump Ein schwieriger Gast: Bundeskanzlerin Merkel begrüsst US-Präsident Donald Trump zum Vier-Augen-Gespräch Keystone

Einzelgespräche

Derweil hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zwei offensichtlich schwierige Gäste beim G20 bereits gestern Abend zu Einzelgesprächen im Hotel Atlantis getroffen: den türkischen Präsidenten Erdogan und US-Präsident Trump. Später sagte Aussenminister Gabriel, die Themen Handel und Klimaschutz seien deutlich strittig geblieben, bei aussenpolitischen Themen hingegen gebe es viele Gemeinsamkeiten. Merkel und Trump sprachen rund 20 Minuten unter vier Augen, danach kamen von beiden Seiten Berater und Regierungsmitglieder dazu.

Der G20-Fahrplan

Gleich zu Beginn entsteht das sogenannte Familienfoto mit allen Teilnehmenden.
Noch vor den offiziellen Arbeitssitzungen berät die Zwanzigergruppe informell über den Kampf gegen den Terrorismus.
Handel und Umwelt sind die strittigsten Punkte am Gipfel, US-Präsident Trump stellt Amerikas Eigeninteressen über Vereinbarungen zum Freihandel oder Weltklima.
Den Abend verbringen die Gipfelgäste und ihre Partner in der Elbphilharmonie. Es gibt Beethoven, ein Abendessen und danach weitere bilaterale Treffen bis spät in die Nacht.
In Hamburg gilt bis zum Ende des Gipfels am Samstagnachmittag 17 Uhr in Teilen der Innenstadt ein Versammlungsverbot.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Logisch, das ex IM Erika (Kanzlerin Merkel) weder bei Putin noch bei Trump punkten kann. Schliesslich ist der 2 Plus 4 Vertrag eben kein Friedensvertrag für Deutschland. Er steht nur "anstatt", damit sind abschliessende Reparationszahlungen Deutschlands umgangen worden. Laut Hans Dietrich Genscher war ein Friedensvertrag nie beabsichtigt. Gut also wenn Trump und Putin zuerst in Ruhe miteinander sprechen.
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  • Kommentar von M. Berger (Mila)
    "...und verbinden das mit einem Affront gegen Angela Merkel....". Es berührt unangenehm, wenn SRF immer wieder tendenziöse Titel und Phrasen gebraucht! Lasst doch bitte die Leser ihre eigenen Schlussfolgerungen ziehen. Ich glaube keinesfalls, dass Wladimir Putin gemeinsame Sache macht mit Donald Trump, ausserdem ist er kaum interessiert daran, Angela Merkel vor den Kopf zu stossen, dazu ist er zu vernünftig und klug.
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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Wozu sollen Trump, den es nicht interessiert und Putin der die Vorgaben übererfüllt haben soll an einer Klimarunde teilnehmen unter der Leitung von Merkel, welche gerne schwätzt und sich wichtig macht, aber die Aussstoss-Obergrenze weit überschreitet? Wichtig sind die bilateralen Gespräche, über welche man nicht alles erfahren wird. Insbesondere das oder die Gespräche zwischen den gemäss MSM angeblich "schwierigen Gästen" Trump und Putin.
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