Zum Inhalt springen

Trump versus Waffenlobby «Die NRA hat die Macht über mich verloren»

Legende: Video Trump will handeln abspielen. Laufzeit 1:33 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.03.2018.
  • US-Präsident Donald Trump will das Waffenrecht in den USA verschärfen, auch gegen den Widerstand der Waffenlobby.
  • Zwei Wochen nach den Todesschüssen an einer Schule in Florida schlagen in den USA die Wellen der Diskussion über das Waffenrecht hoch.
  • Trump will ein grosses, gemeinsames Gesetz beider Parteien, an dem alle arbeiten sollen.

«Warum hat bisher niemand etwas getan?», fragte Trump in die Runde. Der US-Präsident warf den Senatoren und Abgeordneten vor, Angst vor dem US-Waffenverband NRA zu haben. Man dürfe keine Angst vor der NRA haben, sagte Trump. «Sie haben die Macht über mich verloren – wofür sollte ich sie brauchen? Aber sie haben Macht über Euch. Manche von Euch sind starr vor Angst. Das dürft Ihr nicht sein», sagte er.

Es brauche nun schnelle und substanzielle Veränderungen im Waffenrecht, sagte Trump. Er werde sich dafür einsetzen, dass die Überprüfung beim Waffenkauf noch strenger ausfallen werde als geplant.

Walmart erhöht Alter für Waffenkauf

Der US-Einzelhandelsriese Walmart erhöht das Mindestalter für den Kauf von Schusswaffen auf 21 Jahre. Man habe die Gelegenheit ergriffen die eigenen Regeln beim Verkauf von Schusswaffen zu überprüfen, hiess es.

Auch die US-Sportladenkette Dick's Sporting Goods will den Verkauf von Sturmgewehren und grossen Magazinen beenden. Zudem verkauft Dick's an Menschen unter 21 Jahren keine Schusswaffen mehr.

Weiter bekräftigte der US-Präsident seinen Vorschlag, Lehrer mit Waffen auszurüsten. Und: Er sprach sich für das Heraufsetzen der Altersgrenze für Gewehre aus. Er würde über eine höhere Altersgrenze sehr ernsthaft nachdenken, wenn es einen solchen Gesetzesentwurf geben sollte, sagte Trump. Er werde gerade auf diesen Punkt sehr oft angesprochen.

Ein Gesetzentwurf solle aber nicht das Thema des verdeckten Tragens von Waffen enthalten, sagte Trump. «Das kriegt Ihr niemals durch.» Damit würde Trump mit einer zentralen Forderung der NRA brechen. Sie fordert, das Thema verdeckt getragener Waffen mit den Hintergrund-Checks zu verbinden.

Waffenland USA

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

37 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Florian Kleffel (Hell Flodo)
    Trumpfans: Haben Sie alle die darauf folgende Aussage, Lehrer seien zu bewaffnen, überlesen? Das Ganze ist nichts als ein mit der NRA abgesprochener strategischer Schachzug. Sie merken, dass es diesmal knapper werden könnte als auch schon.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      Und noch etwas: Dass SRF diese Aussage in nur einem Satz erwähnt und nicht ausschlachtet, zeigt, dass SRF nüchtern und ausgewogen berichtet und keinesfalls eine Hetzjagd auf Trump veranstaltet, wie hier so oft behauptet wird. Der Heuchler auf dem Potus-Stuhl hat sich die schlechte Presse selbst zuzuschreiben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Diese völlig überflüssige NRA droht jetzt sogar Unternehmen, welche nicht mehr mit ihr zusammen arbeiten wollen. So etwas geht auch nur in den USA.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von daniel fitzi (danfitzi)
    Wo habt Ihr eigentlich die Zahlen betreffend der Schweiz her? Laut Tagesanzeiger online ( https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/der-traurige-zweite-rang-der-schweiz/story/21879680 ) gab es 2015 20 Tötungen mit Schusswaffen in der Schweiz. Und wieder laut Tagesanzeiger befinden sich in der Schweiz 2.5 Millionen Schusswaffen in privaten Haushalten. Wenn die Zahlen schon nicht stimmen, wie soll ich dann mit dem Rest des Artikels umgehen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Unsere Zahlen basieren auf den in der Grafik angegebenen Quellen. Dort sind sie transparent einsehbar. Dabei geht es u.a. um den Schnitt der Anzahl der Tötungsopfer zwischen 2007 - 2015. Die Informationen aus Ihrem Link beziehen sich auf einen anderen Zeitraum. Freundliche Grüsse.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen