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Trump zu WEF-Besuch gestartet «Kommt in die USA, ihr habt genug Geld!»

US-Präsident Donald Trump ist zum Weltwirtschaftsforum in Davos aufgebrochen. Die Präsidentenmaschine Air Force One mit Trump an Bord startete kurz vor 03.00 Uhr MEZ vom US-Luftwaffenstützpunkt Andrews.

Legende: Video Hier startet Trump in Richtung Schweiz abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Vom 25.01.2018.

Kurz vor dem Abflug schrieb Trump beim Kurzmitteilungsdienst Twitter: In Davos werde er «der Welt sagen, wie grossartig Amerika ist». «Unsere Wirtschaft boomt jetzt und mit allem, was ich tue, wird es nur besser. Unser Land wird schliesslich wieder gewinnen.»

Bereits zuvor hatte der US-Präsident vor den Medien gesagt, dass er nach Davos gehen werde, um die Leute dazu zu bringen, in die USA zu investieren. Er werde sagen: «Kommt in die USA, ihr habt genug Geld! Aber ich glaube, ich muss gar nicht nach Davos. Sie kommen bereits, und zwar ziemlich schnell.»

Trump wird in Davos heute mit der britischen Premierministerin Theresa May und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammentreffen. In beiden Treffen soll es um internationale Krisen, etwa in Nordkorea und im Iran, sowie um den Kampf gegen den internationalen Terrorismus gehen.

Am Freitag trifft sich Trump auch mit Bundespräsident Alain Berset und Ruandas Präsident Paul Kagame. Zum Schluss seiner Reise wird der US-Präsident eine Rede vor den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums halten.

Der letzte US-Präsident, der an dem Treffen teilnahm, war Bill Clinton im Jahr 2000.

Landung live

Auf dem Spotter-Hügel am Flughafen Zürich warten am frühen Morgen schon Schaulustige.
Legende:Schon am frühen Morgen warten viele Zuschauer am Flughafen Zürich auf die «Air Force One».SRF

Verfolgen Sie heute nach 10 Uhr live die Landung der Air Force One in der Schweiz auf srf.ch.

Kritik am Trump-Besuch

Trumps Auftritt ist umstritten. Etwas mehr als 1000 Menschen hatten am Dienstag in Zürich gegen das Weltwirtschaftsforum und vor allem die Teilnahme von Trump protestiert.

Eine Demonstration in Davos selbst war von der Graubündner Gemeinde zuvor abgelehnt worden mit der Begründung, aufgrund des starken Schneefalls der vergangenen Tage gebe es in dem Alpenort kaum Platz.

Auch unter den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums hat Trump viele Kritiker. Sie sehen in seiner Politik, kompromisslos die Politik des eigenen Landes durchsetzen zu wollen, eine Gefahr für den freien Handel und das Zusammenwachsen der Welt überhaupt – genau die Werte, für die das WEF in Davos eintritt.

So hatten etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch für Freihandel und Zusammenarbeit geworben und Abschottung einzelner abgelehnt.

Öffentliches Lob kam allerdings von US-Konzernchefs für die von Trump vorangetriebene Senkung der Unternehmenssteuern.

24 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Hansjörg Wyss, der meinte warum er den Sitz nicht in die Schweiz rückverlegt habe, um steuertechnisch noch besser weg zu kommen: "Nein. Ich zahle zu wenig Steuern. Die meisten Reichen bezahlen zu wenig Steuern – ganz besonders die Reichen in den USA. In den USA gibt es keine Vermögenssteuer, dafür aber eine Erbschaftssteuer von rund 30 Prozent. Und die Einkommenssteuer ist für Reiche zu tief. Alle wollen immer nur mehr Geld. Doch so entsteht eine völlig ungerechte Einkommensverteilung."
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    So schlecht kann es nicht sein in den USA - wie gestern Tele Zürich zeigte - eine Dame aus der CH, lebst dort mit einer Erfindung bei der Frauen mit 85%iger Sicherheit die Empfängnistage bestimmen kann - hervorragend und in Wohlstand. Das wäre in der Schweiz niemals möglich ! Also ihr USA Kritiker, auch diese Tatsachen zur Kenntnis nehmen. Trump hat Recht wenn er sagt investiert in den USA -ihr werdet nur dort Steinreich mit einer guten Idee .
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  • Kommentar von Stephanie von Walterskirchen (SVW)
    Macht Sinn zukunftsorientierte Techbranche (z.B Solarzellen) in der USA anzureizen (aktuell via Strafzöllen die sind ja weil "Freihandel Usus ist")/den Markt nicht Chinas (Währung/Politik) zu überlassen. Als Konsument gibt es mehr Auswahl, ausserdem können wir unseren Beitrag dazu nach USA teurer verkaufen als nach China. Zudem haben Fachkräfte bessere Jobauswahlmöglichkeiten, sind auf dem Globus verteilt mehr Frei zu wählen wo sie für sich gute Arbeit und Lebensbedingungen haben können.
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