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Sensible Daten weitergegeben «Trumps Indiskretion könnte Geheimagenten in Gefahr bringen»

Trumps Weitergabe geheimer Informationen an Russland: SRF-Korrespondent Peter Düggeli erklärt, warum dies heikel ist.

Legende: Video Widersprüchliche Angaben aus dem Weissen Haus abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.05.2017.

SRF News: Weshalb ist der Austausch dieser geheimen Informationen mit der russischen Regierung so brisant?

Peter Düggeli: Russland könnte aufgrund dieser Informationen möglicherweise herausfinden, mit welchen Partner-Geheimdiensten die USA im Nahen Osten zusammenarbeiten, welche Quellen und Agenten diese haben und welche Methoden sie anwenden. Deshalb könnten nun auch Agenten in Gefahr sein, die beispielsweise dem syrischen Regime ein Dorn im Auge sind.

Was man Russland preisgibt, gibt man auch dem syrischen Regime preis?

Es ist davon auszugehen. Russland hat in Syrien ein ganz ein anderes Ziel als die USA und steht hinter dem Kriegstreiber Assad, der Giftwaffen eingesetzt hat. Insofern macht es nicht viel Sinn, wenn die USA den Russen hochsensible Geheimdienstinformationen weitergibt.

Weiss man, worum es im Gespräch zwischen Donald Trump und dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow ging?

Es gibt dazu keine gesicherten Informationen. Es gibt Gerüchte, wonach sich Trump mit Lawrow über die neuen möglichen Anschlags-Methoden der Terrormiliz IS unterhalten haben soll. Mögliche Anschläge mittels Notebook-Computern bereiten den Amerikanern Sorgen. Deshalb haben sie Laptops auf Flugverbindungen aus gewissen Ländern in die USA verboten. Man geht davon aus, dass als nächstes Fluggesellschaften aus Europa betroffenen sein könnten.

Legende: Video «Die Geheimdienste fühlen sich nicht ernst genommen» abspielen. Laufzeit 2:22 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.05.2017.

Die Fehltritte von Präsident Trump häufen sich. Wie lange halten die Republikaner noch zu ihm?

Donald Trump hat immer noch einen grossen Teil der Republikaner hinter sich. Denn die Geheimdienste haben noch keine sogenannte «Smoking Gun» gefunden. Keinen «rauchenden Colt» als Nachweis also, dass Trump ein Gesetz gebrochen hätte.

Die Republikaner nehmen Trumps Fehltritte in Kauf, weil er für sie immer noch nützlich ist. Sie wollen jetzt nach acht langen Obama-Jahren endlich ihre politische Agenda durchdrücken. Es ist aber schon so, dass die Unterstützung bei der republikanischen Partei schwindet. Da ist zum Beispiel der einflussreiche republikanische Senator Bob Corker aus Tennessee, der letzthin gesagt hat, das Chaos im Weissen Haus sei besorgniserregend. Damit hat er sich klarer als auch schon gegen Trump geäussert.

Das Gespräch führte Christa Gall.

Peter Düggeli

Porträt Peter Düggeli

SRF-Korrespondent Peter Düggeli arbeitet seit Sommer 2015 in Washington. Er ist seit 2010 bei SRF. Düggeli studierte an der Universität Freiburg Geschichte und Englisch und schloss sein Studium 1999 mit einem Lizenziat ab.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Hofer (Tobias Hofer)
    Also mal kurz zusammengefasst: Trump hat auf höchster diplomatischer Ebene Geheimdienstinformationen über eine Gefährdung an einen möglichen betroffenen Staat weitergegeben. Aufgrund einer Indiskretion hat die Weltpresse dies öffentlich bekannt gemacht. Gefolgt von Angaben über Art und Urheber der Gefährdung. Letztlich wurden auch Einsatzort und Dienstzughörigkeit der Quelle veröffentlich..! Und das Fazit soll nun also lauten: «Trumps Indiskretion könnte Geheimagenten in Gefahr bringen»?!?
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  • Kommentar von Karl Paul (Karl Paul)
    Die Presse und die Demokraten sind für Trump kein Problem. Damit wird er fertig. Sein Problem sind die Republikaner! Sie sind es, welche ihn zu Fall bringen können. DeshalbTrump wird keine 4 Jahre schaffen, wenn er so weitermacht (und das tut er). Weil er eine Gefahr für Amerika ist. Und noch schlimmer: weil er Amerika lächerlich macht und das mögen die Amis jeder Couleur ganz und gar nicht.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Trump kann nicht einmal den Mund öffnen, ohne dass schon die Hyänen hinter im her sind.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      An Narzissten und Großmäuler könnte man sich ja gewöhnen, wären sie denn klug und nicht dumm wie Bohnenstroh. Trump hat garantiert auch nichts mit den alten Römern am Hut, die es auf den Punkt brachten "Si tacuisses philosophus mansisses"
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      .........bei gewissen Politikern wäre es besser, wenn sie ihre "Goschn" halten oder vor Betätigung des Mundwerks das Hirn einschalten würden. Bei Trump allerdings muss man schwarz sehen, da scheint Hopfen und Malz verloren zu sein.
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