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International Tsipras wirft private Investoren raus

Das neue griechische Kabinett trifft sich zur ersten Sitzung nach den Wahlen. Regierungschef Alexis Tsipras hat bereits Hand angelegt: Er stoppt die Privatisierung. Das könnte für Zündstoff im internationalen Umfeld sorgen.

Männer in Anzug auf einem Balkon vor Industriegelände.
Legende: Was unter Samaras (rechts) aufgegleist wurde, endet mit Tsipras wieder: Chinesische Investoren in Piräus. Reuters

Chinesische Investoren hatten vor, 320 Millionen Euro in den Hafen von Piräus zu investieren. Damit ist vorerst Schluss. Der neu gewählte griechische Regierungschef Alexis Tsipras stoppt das Privatisierungsvorhaben.

Gleiches gilt für Pläne beim Energiekonzern PPC. Dies erklärte Energieminister Panagiotis Lafazanis am Fernsehen. Zunächst sei die Elektrizitätsgesellschaft DEI betroffen. Auch die griechische Eisenbahn soll nicht verkauft werden.

Privatisierung ist Auflage der internationalen Geldgeber

Brisant: Die Privatisierung von Staatseigentum gehört zu den Auflagen der internationalen Geldgeber im Gegenzug für die Finanzhilfen an das hoch verschuldete Land.

Tsipras dagegen hatte vor den Wahlen versprochen, die Auflagen mit den Geldgebern neu zu verhandeln. Zudem will er die Sparpolitik seines Vorgängers Andonis Samaras beenden.

32 Kommentare

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  • Kommentar von peter müller, zürich
    Wenn Tsipras die Projekte stoppt heisst das noch lange nicht, dass die Investoren aus dem Land geworfen werden. Aber es gibt dann beim Projekt keine Mehrheitsbeteiligung für den Ausländischen Investor. Der Hafen von Piräus wird mit den Chinesen sicher weitergeführt werden so erfolgreich das angelaufen ist. Tsipras holt sich viel Geld aus Moskau und womöglich tritt man zuerst aus der NATO aus und dann aus der EU. Ein Stützpunkt für die Russisch. Flotte würde sehr viel Geld bringen.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach, Biel/Bienne
      "...tritt man zuerst aus der NATO aus und dann aus der EU. Ein Stützpunkt für die Russisch. Flotte würde sehr viel Geld bringen." Auf der anderen Seite gibt es jetzt da (in Griechenland) einen Verteidigungsminister, der sich wohl auch noch international mal mit ein paar Leuten treffen muss. Z.B. mit Ursula von der Leyen oder so. Weiss auch nicht, wie seine Äusserungen zum 4. Reich verstanden werden sollen, aber ev. war es nur Wahlkampfgeplänkel.
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    2. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      Ursula Schüpbach: Worüber soll er denn mit Frau von der Leyen diskutieren? Etwas über Kinderkrippen in den griechischen Kasernen?
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  • Kommentar von L.Leuenberger, Zürich
    Die EU hat, unter dem Motto Privatisierung von Staatsbetrieben, viele gut funktionierende Betriebe im Süd- und Osteuropäischen Raum, zum Stillstand gebracht, an einheimische Oligarchen oder an Investoren aus der ganzen Welt, billig weiterverkauft. Diese Zerstückelung, teilweise an Finanzhaie, ohne jegliche nationale Verantwortung, hat in diesen Länder die Wirtschaft lahmgelegt. Der beste Weg für die griechische Regierung wäre, wieder die griechischen Investoren ins Boot zu locken.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Vor allem auch in Ost-Deutschland nach der Wende! Folge davon: Viele Arbeitslose, hohe Abwanderung junger Menschen, weil es für sie keine Perspektiven mehr gab, ausgestorbene Ortschaften, wo nur noch alte Menschen zurück geblieben sind. Vorher es hauptsächlich Staatsbetriebe gegeben hatte, hatten alle Arbeit & somit ein Einkommen.
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  • Kommentar von Ursula Schüpbach, Biel/Bienne
    "Chinesische Investoren..." Es ist ein chinesischer Staatsbetrieb. Aber in China muss man sich ja auch nicht mit wirklichen Wahlen rumschlagen, da kann man auch im Ausland einkaufen gehen etc. Da wird man nicht durch so mühsame Dinge wie demokratische Wahlen gestört.
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