Türkei gegen Syrien notfalls «zum Krieg bereit»

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat das Regime in Damaskus mit ungewohnt scharfen Worten vor weiteren Angriffen auf sein Land gewarnt. Unterdessen sind erneut ranghohe syrische Offiziere mit ihren Familien in die Türkei geflüchtet.

Recep Tayyip Erdogan an einer Pressekonferenz

Bildlegende: Recep Tayyip Erdogan reagiert auf den anhaltenden Granaten-Beschuss der syrischen Armee. Reuters/Archiv

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat sich zu den andauernden Angriffen aus Syrien geäussert. Ankara habe alle Anstrengungen für den Erhalt des Friedens unternommen und werde dies fortsetzen, obwohl die Bemühungen oft der schwerere Weg seien, zitierten türkische Medien.

«Jederzeit sind wir mit allen unseren Möglichkeiten zum Krieg bereit», warnte er. Aus Syrien sind in den vergangenen Monaten wiederholt Granaten in der Türkei eingeschlagen. Die türkische Armee reagierte mit Artilleriefeuer.

Dutzende Fahnenflüchtige

In der Türkei hätten unterdessen weitere Offiziere der syrischen Armee mit ihren Familien Zuflucht gefunden. Unter den 68 Menschen seien 2 Generäle und 13 Oberste, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Sie seien unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen in ein Lager gebracht worden, wo die türkischen Behörden syrische Deserteure unterbringen. Inzwischen sollen mehr als 50 syrische Generäle in die Türkei geflüchtet sein.

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Anschlag in Damaskus (Tagesschau, 4.1.2013)

0:22 min, vom 4.1.2013

Autobombe in Damaskus

Die Tankstelle nach der Explosion

Syrische Sicherheitskräfte inspizieren die Tankstelle nach der Explosion. keystone

Bei einem Anschlag auf eine Tankstelle sind nach Angaben der Opposition mindestens elf Menschen getötet und 40 verletzt worden. Bisher sind im Bürgerkrieg 60‘000 Menschen getötet worden.