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Verhaftungswelle in Türkei Türkei gibt weitere rund 1100 Festnahmen bekannt

Die Gründe für die Verhaftungen: Verbindungen zum Putschversuch oder zu militanten Gruppen.

Türkisches Gefängnis in Istanbul.
Legende: Der türkische Präsident nutzt den gescheiterten Militärputsch, um jegliche Opposition zu ersticken. Keystone
  • Die Türkei hat in der vergangenen Woche weitere 1098 Menschen festgenommen.
  • Dies teilte das Innenministerium am Montag in Ankara mit.

Darunter seien 831 Personen, die mutmasslich Verbindungen zur Bewegung des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen hätten. 213 Menschen seien wegen mutmasslicher Verbindungen zur verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK festgenommen worden. 54 weitere wegen Kontakten zur Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) oder zu «linken Terrorgruppen».

Wegen mutmasslicher Kontakte zur Gülen-Bewegung wurden in den vergangenen zwölf Monaten in der Türkei bis jetzt bereits rund 50'000 Menschen festgenommen. Auch Deutsche sind darunter, was die Beziehungen zu Deutschland massiv belastet. Über 150'000 weitere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, der Justiz, der Polizei und des Militärs wurden entlassen oder vom Dienst suspendiert.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Und ab wann friert man die Vermögen des Erdogan ein? Ab wann gibt es Sanktionen gegen ihn inkl. seine Anhänger?
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Die Türken müssen ja massenhaft Gefängnisse haben denn so schnell wie die verhaften, kann man ja nicht bauen.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Dem islamistischen Regime Erdogans die Rote Karte zeigen. Dazu bedarf es einfacher Faustregeln: Zerschlagung des Erdogan-Netzwerks in Deutschland – keine Steuervergünstigungen mehr für den von Ankara gelenkten Moscheeverein Ditib und Ausweisung der türkischen Agenten. Kein Geld, keine Waffen und keine Bundeswehrsoldaten mehr für Erdogan. Auch nicht im Rahmen der Nato in Konya oder Izmir. Nur diese Sprache versteht Erdogan.
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    1. Antwort von Roger Stahn (jazz)
      Alles gut und Recht, jedoch denke ich nicht, dass die EU und die Merkel-Regierung, nach den mehreren Kotaus vor Erdogan, sich in einer Position der Stärke befinden, um den Tarif durchzugeben. Erdogan hat ein Faustpfand und das sind nach dem Flüchtlingsdeal von 2016, mehrere Millionen Flüchtlinge in der Türkei, die er noch zurückhält. Ebenso könnte er die geschlossene Grenze zu Syrien wieder öffnen. Sowieso, die EU hat sich die letzten Jahre geopolitisch in eine schwache Position manövriert.
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