Tunesien: Selbstmordanschlag an Hotelstrand

In Tunesien hat der Terrorismus die Ferienorte erreicht. Vor dem Palm Hotel in Sousse hat sich ein Mann in die Luft gesprengt. Im benachbarten Monastir konnte ein zweiter Täter rechtzeitig festgenommen werden.

Sicherheitskräfte am Strand.

Bildlegende: Anschlag mitten unter Touristen am Strand von Sousse Reuters

Auch zwei Jahre nach Ausbruch des Arabischen Frühlings ist Tunesien weit von Normalität entfernt. Bombenanschläge sind zwar selten. Allerdings sind in den letzten Jahren mehrere militante Islamistengruppen aufgetaucht.

Bislang blieben die Touristenorte von diesem Konflikt weitgehend verschont. Mit dem Anschlag im Ferienort Sousse wurde aber eine neue Qualität erreicht.

Anschlag in Monastir verhindert

Der Mann in Sousse zündete seinen Sprengstoffgürtel am Strand in der Nähe des Palm Hotels in Sousse. Es habe keine anderen Opfer gegeben, verlautete aus Sicherheitskreisen.

Der Ort 140 Kilometer südlich der Hauptstadt Tunis ist ein wichtiges Touristenzentrum. Das Hotel findet sich auf verschiedenen deutschsprachigen Onlineplattformen.

In Monastir konnte die Polizei einen Selbstmordanschlag gerade noch verhindern. Auch die Küstenstadt Monastir, die ganz in der Nähe von Sousse liegt, ist ein beliebter Touristenort.