U-Bahn-Streik: London versinkt im Chaos

Das U-Bahn-Personal wehrt sich gegen die Schliessung von Billettschaltern. Hunderttausende Pendler sind betroffen.

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U-Bahn-Streik in London

1:42 min, aus Tagesschau vom 5.2.2014

Ein Streik des Londoner U-Bahn-Personals sorgt für Chaos im Nahverkehr der Themse-Metropole. Die Beschäftigten wehren sich mit der Aktion gegen die Schliessung von Billettschaltern in den Bahnhöfen und den damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen. Der Streik soll 48 Stunden dauern.

Oxford Circus nur für elf Minuten geöffnet

Hunderttausende Berufspendler mussten auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Das Chaos wurde dadurch erhöht, dass die von der Londoner Nahverkehrsgesellschaft Transport for London (TfL) herausgegebene Liste geschlossener Stationen nicht auf dem aktuellen Stand gehalten wurde.

So wurde etwa der wichtige Innenstadt-Bahnhof Oxford Circus nur für elf Minuten geöffnet, ehe er wieder geschlossen und die Reisenden zum Verlassen der Station aufgefordert wurden, wie eine BBC-Reporterin berichtete.

«Die Menschen nehmen die Situation schon fast typisch englisch stoisch hin», sagte Urs Gredig in der Tagesschau. Und dies trotz der Tatsache, dass Pendler mehrere Stunden unterwegs waren, bis sie am Arbeitsplatz eingetroffen seien.

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Einschätzungen von Urs Gredig

2:21 min, aus Tagesschau am Mittag vom 5.2.2014

«Aber in London haben viele Menschen durchaus Sympathien für die Anliegen der Streikenden», erklärte der SRF-Korrespondent. Wie lange dieses Verständnis andauere, sei allerdings offen. Die Streiks würden morgen fortgesetzt und für nächste Woche seien bereits weitere Aktionen angesetzt.

«Weniger Freude hat der Premierminister. David Cameron spricht gar von einer Schande», so Gredig. Auch die Wirtschaft sei nicht erfreut über die angekündigten Streiks. Denn die würden pro Tag 50 Millionen Pfund kosten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • U-Bahn-Streik in London

    Aus Tagesschau vom 5.2.2014

    Seit mehreren Stunden streiken in London die Mitarbeiter der U-Bahnen. Hunderttausende Pendler sind von den Zugsausfällen betroffen. Die Streikenden wehren sich mit ihrer Aktion gegen die Schliessung von Billettschaltern in den Bahnhöfen und dem damit verbundenen Stellenabbau.