Zum Inhalt springen

International Über 100 Tote bei Massenpanik in Indien

Bei einer Massenpanik vor einem Hindu-Tempel in Indien sind mindestens 115 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 130 weitere Gläubige wurden bei der Katastrophe im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh verletzt.

Legende: Video Massenpanik auf Brücke abspielen. Laufzeit 0:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.10.2013.

Eine Massenpanik vor einem Hindu-Tempel in Indien hat 115 Tote gefordert, darunter 17 Kinder. 133 Menschen wurden verletzt. Das sagte der Polizeichef des Distrikts Datia im Bundesstaat Madhya Pradesh.

Die Gläubigen hatten sich vor dem Tempel in einem Wald ausserhalb der Stadt Datia versammelt, um den Abschluss des mehrtägigen Festes Durga Puja zu feiern.

Die Gläubigen gerieten in Panik, als sich Gerüchte verbreiteten, die Brücke sei kurz davor, einzustürzen. Die Menschen seien darauf panikartig Richtung Tempel gerannt und hätten dabei Dutzende Menschen zu Tode getrampelt. Einige Pilger seien in den Fluss Sindh gesprungen und ertrunken.

Während des Unglücks drängten sich rund 25'000 Menschen auf der sieben Meter breiten Strasse über den Fluss.

Frauen vor Statue der Göttin Durga
Legende: Die Massenpanik ereignete sich am letzten Tag des Festes zu Ehren der Göttin Durga. Reuters/Symbolbild

Gefährliche Pilgerfeste

Örtlichen Medienberichten zufolge setzte die Polizei Schlagstöcke ein, um die Menschenmenge unter Kontrolle zu halten. Dies habe die Panik verstärkt. Die Polizei weist die Anschuldigungen zurück. Sechs Beamte seien ausserdem verletzt worden, als erzürnte Angehörige sie mit Steinen angriffen.

In Indien kommt es immer wieder zu fatalen Massenpaniken. Am Rande des grössten Hindu-Pilgerfestes kamen im Februar auf dem Bahnhof von Allahabad mehr als 35 Menschen ums Leben. Im Jahr 2008 starben mehr als 200 Menschen vor dem Chamunda-Tempel bei Jodhpur.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Ehrlich gesagt, ich versuche zwar, so irgendwie Mitleid zu empfinden, aber es gelingt mir nicht, Sie können es einfach nicht besser, und sie werden es wohl auch nie lernen. Jede|r will der/die Erste sein, zuvorderst stehen, den Göttern am Nächsten, wohl deshalb, weil es so Viele gibt, die Gleiches auch wollen. Wer sich in Gefahr begibt, kommt vielleicht halt darin um, das Risiko gehen die Leute mit Vorsatz ein, vielleicht ist das, was sie zu erwarten hoffen, auch besser als was sie 'hier' haben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen