Zum Inhalt springen
Inhalt

International Über 150'000 Polizisten sollen für sichere Fussball-WM sorgen

Brasilien bereitet sich auf die Fussball-WM vor und setzt dafür fast 770 Millionen Franken für die Sicherheit ein. 157'000 Polizisten und Soldaten sollen während der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien für Sicherheit sorgen.

In knapp drei Wochen ist Anpfiff in Brasilien. Nun präsentierte der brasilianische Verteidigungsminister Celso Amorim, wie sich das Land auf die Spiele vorbereitet. 100'000 Polizisten und 57'000 Soldaten sollen während der Spiele für Ruhe und Ordnung sorgen. So könnten diese Einsatzkräfte etwa an Stadien, Flughäfen, Hotels
und den Grenzen eingesetzt werden, erklärte Amorim vor den Medien.

Brasilien sei «perfekt vorbereitet», um die Sicherheit bei der WM zu garantieren, betonte der Verteidigungsminister. Zum Einsatz kommen alle Waffengattungen der Streitkräfte. Die Marine bietet unter anderem 13'000 Soldaten, vier Fregatten, eine Korvette und 21 Patrouillenboote auf.

Die Luftwaffe ist mit 24 Kleinflugzeugen, drei Radarflugzeugen und elf Hubschraubern im Einsatz. «Wir werden für die Sicherheit der WM sorgen und das auf eine ruhige Weise», sagte Amorim.

Erinnerungen an Ausschreitungen vor einem Jahr

Legende: Video Proteste in Brasilien im Sommer 2013 abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.06.2013.

Mit Blick auf Proteste betonte Justizminister Jose Eduardo Cardozo, man sei auf jede Situation vorbereitet. Er erinnerte an die Demonstrationen beim Confederations Cup im Vorjahr.

Trotz der Proteste sei damals kein Spiel abgesagt oder verschoben worden. Er glaube zudem nicht, dass die Proteste zur WM die gleiche Spannbreite erreichten.

Der Unmut der Demonstranten richtete sich gegen die hohen Ausgaben für die Fussball-WM, aber vor allem gegen Mängel im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie die Korruption im Land.

Justizminister Jose Eduardo Cardozo betonte, Brasilien werde demokratische Proteste nicht unterbinden. Sollten sie aber eine Gefahr für die Fussball-WM werden, seien die Behörden besser als vor einem Jahr vorbereitet.

Bessere Ausrüstungen für Polizisten

Die Einsatzkräfte hätten den Umgang mit Ausschreitungen trainiert und seien unter anderem mit Tränengas und Gummigeschossen ausgerüstet. Vor einem Jahr war die Polizei für ihren teils sehr harten Umgang mit Demonstranten kritisiert worden. Eine solche Situation will Präsidentin Dilma Rousseff bei der WM verhindern, steht sie doch in fünf Monaten zur Wiederwahl.

Die Fussball-Weltmeisterschaft wird vom 12. Juni bis zum 13. Juli in zwölf brasilianischen Städten ausgetragen. Aus dem Ausland werden rund 600'000 Besucher erwartet.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.