Über 20 Tote bei Anschlägen in Pakistan

Blutiger Samstag in der pakistanischen Unruhe-Provinz Baluchistan. Mindestens 25 Menschen starben bei Anschlägen und Angriffen von Extremisten. Ziel der Attacken war unter anderem ein Bus mit Studentinnen.

Feuerwehrmänner vor einem brennenden Bus

Bildlegende: Ein Bus der Frauenuniversität in Quetta ging bei einem Bombenanschlag in Flammen auf. 14 Insassinnen starben. Reuters

In der Provinzhauptstadt Quetta explodierte eine Bombe in einem Bus für Studentinnen der einzigen Frauenuniversität der Provinz. Dabei wurden 14 Frauen getötet und 19 weitere Insassen verletzt, wie die Polizei mitteilte.

 In das Spital, in das die Verletzten gebracht wurden, drangen Bewaffnete ein und nahmen einige Dutzend Menschen als Geiseln. In der Notaufnahme explodierte eine Bombe. Bei Schusswechseln kamen vier Mitglieder der Sicherheitskräfte und ein Verwaltungschef ums Leben, auch vier der Angreifer wurden getötet.

Zuvor hatten Aufständische das ehemalige Wohnhaus des Staatsgründers Mohammed Ali Jinnah in der Ortschaft Ziarat beschossen und dabei einen Polizisten getötet. Das Museum brach zum Teil ein.

Jinnah hatte in dem zweistöckigen Holzhaus aus dem Jahr 1892 etwa zwei Monate lang gelebt, bevor er 1948 starb. Er war Chef der Muslime in Britisch-Indien und gründete 1947 den muslimisch dominierten Staat Pakistan.

Die Befreiungsarmee Baluchistans bekannte sich laut Regierung zum Anschlag auf das Museum.

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Armut im Atomstaat Pakistan

5:15 min, aus 10vor10 vom 10.5.2013