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International Über 30 Tote: Bombenanschlag in Nigeria

Ein Bombenanschlag im Nordosten Nigerias hat über 30 Menschenleben gefordert. Bekannt hat sich zu dem Anschlag offenbar noch niemand. Alles deutet jedoch darauf hin, dass die Terror-Miliz Boko Haram die Tat verübt hat.

Plakat mit Fahndungsfotos.
Legende: Mehrere Boko-Haram-Mitglieder werden von der nigerianischen Armee gesucht. Keystone/Archiv

Bei einer Bombenexplosion in der Stadt Yola im Nordosten Nigerias sind mehr als 30 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Am Anschlagsort befinden sich ein Viehmarkt, eine Moschee und ein Restaurant.

Die Bombe sei am Abend inmitten einer Menschenmenge hochgegangen, sagte ein Vertreter des Roten Kreuzes. Nach seinen Angaben wurden 31 Menschen getötet und 32 weitere verletzt. Der örtliche Koordinator des nationalen Rettungsdienstes sprach von 32 Toten und rund 80 Verletzten.

Immer wieder Ziel von Boko Haram

Nach Angaben eines Anwohners war die Bombe kurz nach dem Abendgebet hochgegangen, als die Menschen aus der Moschee kamen und nach draussen zum Essen gingen. Rettungswagen brachten Opfer in Krankenhäuser. Der Anschlagsort wurde abgeriegelt. Helfer suchten im Dunkeln nach möglichen weiteren Verletzten.

Yola war in der Vergangenheit wiederholt Ziel von Anschlägen der Islamistengruppe Boko Haram. Dieser Anschlag deutet ebenfalls auf eine Tat dieser Gruppe hin.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Wo sind da die Politiker, die Schweigeminuten oder die Blumen vor der Botschaft Nigerias? Ach ja, es sind nur Afrikaner, die sind weit Weg, was Interessiert mich das?! Mich Interessieren, und ich denke auch an die Mütter, Väter & Kinder die bei diesem Anschlag Ihre Liebsten verloren haben! Weil ich ein Naiver, Dummer Gutmensch bin!
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      So einfach ist es nicht. Sie schreiben ja hier auch öffentlich Kommentare u. könnten sich fragen, wem das eigentlich was bringt. Ich nehme Meldungen zu woanders auch nicht gleich wahr wie jene z.B. zu Paris. Ich habe zwar keine Angst u. bin nicht am Hyperventilieren wie z.B. die Rechtsnationalisten. In Afrika beschäftigt mich zur Zeit Burundi u. das Morden dort, weil ich einen pers. Bezug dazu habe. Es gibt durchaus Gründe, dass man nicht alle Gewalt der Welt wahrnehmen kann.
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    2. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Umgekehrt dürfte wohl auch kaum jemand Leuten in Nigeria einen Vorwurf machen, wenn sie sich jetzt nicht tagelang über Anschläge in Paris oder woanders in Europa kümmern, wenn sie schon so regelmässig diesen Terror und auch Psychoterror im eigenen Land haben.
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