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International Über 50 Tote bei Zugunglück in Kamerun

Im Südwesten Kameruns ist ein offenbar völlig überfüllter Zug entgleist. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 55 gestiegen, rund 300 Personen wurden laut Medienberichten verletzt. Unter den Trümmern werden weitere Opfer befürchtet.

Legende: Video «Tragisches Zugunglück in Kamerun» abspielen. Laufzeit 0:18 Minuten.
Vom 22.10.2016.

Bei einem schweren Zugunglück im Südwesten Kameruns sind nach aktuellen Informationen mindestens 55 Menschen ums Leben gekommen. Ausserdem seien mehr als 600 Passagiere verletzt worden, meldete der Sender Radio France Internationale (RFI) aus dem zentralafrikanischen Land.

Viele Menschen lagen Augenzeugen zufolge noch unter den Trümmern der entgleisten Waggons. Der Unfallort befindet sich den Angaben zufolge in Eseka, etwa 120 Kilometer von der Hauptstadt Yaoundé entfernt.

Menschen scharen sich in Kamerun nach Zugunglück um die entgleisten Waggons.
Legende: Noch ist unklar, ob sich unter den entgleisten Waggons weitere Todesopfer befinden. Keystone

An Bord der 18 Zug-Waggons waren offenbar Hunderte mehr Menschen als eigentlich vorgesehen, da eine Strasse von Youndé in die Wirtschaftsmetropole Douala nach einem Brückeneinsturz blockiert war. Daraufhin hätten viele Reisende den Zug als Ersatztransportmittel gewählt.

Die Schienen auf der Unglücksstrecke sollen unter dem Gewicht des überfüllten Zuges hörbar geknarrt haben, berichteten örtliche Medien. Die Regierung versprach den Unglücksopfern kostenlose medizinische Behandlung.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Müller (Ave Europa!)
    Keine Hilfskräfte weit und breit. Unglaublich bedenklich diese Zustände dort!
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    1. Antwort von Patrik Schaub (Kripta)
      Ich bitte Sie, haben Sie etwas anderes erwartet?
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Ohne das Problem des enormen Bevölkerungswachstums anzugehen, wird kein einziges Problem auf der begrenzten Erde zu lösen sein. Gleichzeitig gilt es unseren Resoursenverbrauch massiv zu drosseln. Dies wären eigentlich die zwei Hauptaufgaben der Menschheit aber man spricht nur von Wirtschaftswachstum. Die meisten solchen Katastrophen sind auf die Übervölkerung zurückzuführen, die Infrastruktur hinkt ganz einfach dem Zuwachs der Bevölkerung nach.
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    1. Antwort von Philipp Müller (Ave Europa!)
      Es ist auf den Kapitalismus zurückzuführen. Dieser setzt auf unendliches Wachstum in einer ressourcen-endlichen Welt. Crashs gehören somit ins Programm, wann kommt der nächste?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Laut den Aussagen (Bericht) muss das befahrene Schienentrasse in einem äusserst schlechten Zustand sein, dass es unter den überfüllten Wagen hörbar knirschte! Andere Länder andere Sitten! Korrupte Regierungen und der ordentliche Unterhalt des öV , kann nie funktionieren! Mein tiefes Beileid an die Betroffenen und deren Angehörigen! Die Verantwortlichen dieser Tragödie gehören nun in eine dunkle Zelle mit Wasser und Brot als Nahrung!
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