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International Über drei Millionen Syrern wird Hilfe verweigert

Die humanitäre Hilfe in Syrien wird ungerecht verteilt. Mehr als vier Fünftel gelangen in Gebiete, die vom Assad-Regime kontrolliert werden. Jetzt wird Kritik an der UNO laut.

UNO-Soldaten verteilen Hilfsgüter in einem Flüchtlingslager in Damaskus.
Legende: Mehr als vier Fünftel der UNO-Hilfe gelangen in Gebiete, die vom Assad-Regime kontrolliert werden. Keystone

Zehn Millionen Menschen in Syrien sind dringend auf Nothilfe angewiesen, doch dreieinhalb Millionen von ihnen wird diese Hilfe de facto verweigert. Die UNO ist der mit Abstand grösste Anbieter humanitärer Hilfe in Syrien. Sie leistet aber nur Hilfe, wenn und wo es Diktator Baschar al-Assad erlaubt. Der heisst Hilfe meist nur dann gut, wenn sie in von ihm kontrollierte Gebiete fliesst. Dort leben auch die meisten seiner Anhänger.

In einem offenen Brief, der auch in arabischen und englischsprachigen Zeitungen abgedruckt wird, verurteilen nun 35 internationale Rechtsexperten diese Praxis. Angeführt werden sie vom hoch angesehenen südafrikanischen Richter Richard Goldstone. Die UNO solle ab sofort willkürliche Hilfsverbote des Regimes in Damaskus ignorieren. Denn dadurch würde Menschen in Not böswillig Hilfe verweigert.

Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon scheint die Zurückhaltung seiner eigenen Organisation bei der Durchsetzung des Rechts auf Nothilfe nicht mehr ganz geheuer. Er fordert vom UNO-Sicherheitsrat, er solle endlich seine Resolution vom Februar durchsetzen. Sie fordert ungehinderten Zugang für humanitäre Helfer in ganz Syrien. Ban spricht inzwischen gar von einer flagranten Verletzung des Rechts auf Hilfe.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Mattheo Steine4, Zürich
    Genau so wie man über den Ukraine-Konflikt falsch informiert, informieren die gleichgeschalteteten westlichen Medien gänzlich verlogen und einseitig wenn es um den Syrien-Krieg geht! Die westlichen Medien sind Manipulationswaffen der Mächtigen, die die Meinung der Massen in eine bestimmte Richtung lenken sollen. So wird verschwiegen, dass die Rebellen in Syrien von der NATO unterstützt werden und es wird gelogen, dass Assad eine Kriegsbestie sei! An den PRESSTITUTES klebt viel viel Blut!
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Solange man verhindert, dass dieser Krieg beendet wird, indem man alle Seiten von aussen unterstützt, kann man auch nicht verlangen, dass hier "Hilfe" geleistet werden kann. Krieg ist nicht ein Zustand wie eine "Naturkatastrophe" und Krieg ist nichts schönes und Krieg ist nicht human + Krieg ist nicht auszuhalten. Deshalb sollten alle Mächte da raus und die Syrer ihre Kräfte messen lassen. Das wäre ein Ende mit Schrecken dafür kein Schrecken ohne Ende !!! Gutmenschen machen es noch schlimmer.
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  • Kommentar von Thomas Koblet, Rickenbach
    Und das von Russland unterstützte Volksvernichterregime darf immer weiter wüten und dann auch noch legitime und volksnahe Wahlen durchführen!!? Abartiger gehts nimmer!
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