Überschwemmungen in Georgien: Suche nach Vermissten

Beim verheerenden Unwetter in der georgischen Hauptstadt Tiflis sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Und noch immer gelten 20 Personen als vermisst. Auch die Suche nach den zahlreichen Wildtieren dauert an, die aus dem zerstörten Zoo ausgerissen waren.

Nach den schwersten Regengüssen seit Jahrzehnten haben Einsatzkräfte in der georgischen Hauptstadt Tiflis die Suche nach Vermissten fortgesetzt. Von etwa 20 Menschen fehlt weiterhin jede Spur.

Helfer bargen am Montag die Leiche eines Mannes, wie lokale Medien berichteten. Angesichts von bisher rund einem Dutzend Toten setzte die Regierung einen Tag der Trauer an.

Video «Unwetter in Tiflis» abspielen

Unwetter in Tiflis

0:35 min, aus Tagesschau am Mittag vom 14.6.2015

Mehrere Raubtiere erschossen

Unklar ist auch, wie viele Tiere – darunter Löwen, Wölfe und Flusspferde – aus dem überschwemmten Zoo ausgerissen waren. Die Suche nach den Tieren dauert an, wie die Zooverwaltung mitteilte.

Spezialeinheiten hatten am Sonntag mehrere umherirrende Raubtiere in der Millionenstadt getötet. Bewohner veröffentlichten in sozialen Netzwerken Bilder von Kadavern, darunter auch den einer Riesenschlange.

Rund 22 Millionen Dollar Schaden

Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich der Schaden auf rund 22 Millionen US-Dollar. Die Stadtverwaltung von Tiflis rief die Bürger auf, aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Um die Mittagszeit werden im ganzen Land die Kirchenglocken läuten. Der georgisch-orthodoxe Patriarch Ilja will dann in einer Messe an die Toten erinnern.