Uefa: Volle Rückendeckung für Platini

Das Uefa-Exekutivkomitee stützt seinen bisherigen Präsidenten Michel Platini – und das einstimmig. Sie wollen ihn auch weiterhin bei seiner Kandidatur als Fifa-Präsident unterstützen. Er habe das Recht seinen Namen reinzuwaschen, erklärte Uefa-Generalsekretär Infantino.

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Uefa gegen Vorverurteilung Platinis

0:53 min, aus Tagesschau vom 15.10.2015

Michel Platini kann für den Moment durchatmen: Die Mitgliedsverbände der Europäischen Fussball-Union (Uefa) sprechen ihrem Präsidenten Michel Platini trotz dessen aktueller Suspendierung durch die Fifa-Ethikhüter das Vertrauen aus. «Es hat den gemeinsamen Beschluss gegeben, Michel Platini zu unterstützen und dass er ein faires Verfahren bekommt», sagte Leo Windtner, Präsident des Österreichischen Fussball-Bunds heute in Nyon.

«Recht auf ein gerechtes Verfahren»

«Wir unterstützen Michel Platinis Recht auf ein gerechtes Verfahren und sein Recht, seinen Namen reinzuwaschen», zitierte Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino aus einer gemeinsamen Erklärung der 54 Verbände.

Sowohl die 54 Uefa-Verbände als auch das Exekutivkomitee des Kontinentalverbands unterstützen demnach Platini auch weiterhin bei seiner Kandidatur als Fifa-Präsident. Sogar am Wahltermin soll nicht gerüttelt werden.

«Auskunftsperson» der Bundesanwaltschaft

Michel Platini war am 8. Oktober von der Ethikkommission des Weltverbandes Fifa zusammen mit dessen Präsident Sepp Blatter vorübergehend für alle Funktionen im Fussball suspendiert worden. Deshalb hatte er auch keinen Zutritt mehr zur Uefa-Zentrale in Nyon, obwohl ihm das Exekutivkomitee zunächst das Vertrauen ausgesprochen hatte.

Die Suspendierung durch die Fifa basierte auf Ermittlungsergebnissen durch die Ethikkommission, detaillierte Gründe wurden bisher offiziell nicht benannt. Kurz vor der Suspendierung durch die Fifa war Platini jedoch von der Bundesanwaltschaft wegen der von Blatter empfangenen Zahlung in Millionenhöhe als Auskunftsperson vernommen worden.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

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