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International Ukraine anerkennt russische Hilfslieferung

Im Streit um humanitäre Hilfe für die Ostukraine hat die Führung in Kiew einen russischen Konvoi offiziell als Hilfslieferung anerkannt. Wann der Konvoi die Grenze passieren kann, ist unklar. Während in der Ukraine weiter erbittert gekämpft wird, ringen mehrere Aussenminister um eine Lösung.

Legende: Video Krisengespräche in Berlin abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.08.2014.

In den Fahrzeugen eines russischen Hilfskonvois auf dem Weg in die Ostukraine befinden sich offenbar tatsächlich Hilfsgüter. Die ukrainische Sozialministerin Ljudmila Denissowa hat dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bestätigt, dass die Lastwagen insgesamt fast 2000 Tonnen Lebensmittel, Schlafsäcke und Generatoren transportieren, hiess es in Kiew.

Die Lastwagen stecken seit geraumer Zeit am Grenzübergang Donezk/Iswarino fest. Es bleibt weiter unklar, wann die etwa 280 Lastwagen den Grenzübergang überqueren können. Das IKRK warte auf Sicherheitsgarantien für den Transport der Hilfsgüter durch das umkämpfte ukrainische Territorium, hiess es aus Kiew.

Die weisslackierten Lastwagen waren am 12. August im Raum Moskau losgefahren und stehen derzeit etwa 30 Kilometer vor der Grenze bei Kamensk-Schachtinski. Moskau wirft Kiew vor, die Hilfe mit bürokratischen Hürden zu blockieren. Die Lieferung ist für die Stadt Lugansk bestimmt. Etwa 200'000 Einwohner sind in der Separatistenhochburg seit zwei Wochen ohne Versorgung.

Mig-29 in der Luft.
Legende: Bei der abgeschossenen Maschine handelt es sich um eine Mig-29. Keystone

Militärflugzeug abgeschossen

Bild in Lightbox öffnen. Am Morgen war zudem bekannt geworden, dass die prorussischen Separatisten ein ukrainisches Militärflugzeug des Typs Mig-29 abgeschossen haben. Militärsprecher Leonid Matjuchin hatte den Abschuss bestätigt. Der Pilot habe sich mit Hilfe des Schleudersitzes retten können.

Der ukrainische Aussenminister Pawlo Klimkin hatte die Nato und die Europäische Union zuvor um militärische Unterstützung im Kampf gegen die prorussischen Separatisten gebeten. Die Gefahr einer russischen Invasion sei allgegenwärtig. Fast täglich würden ukrainische Truppen von russischem Territorium aus beschossen. Zudem würden Söldner und Waffen von Russland aus ins Land gebracht.

Legende: Video Duplex Franzen abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.08.2014.

Diplomatische Bemühungen

Während in der Ukraine weiter erbittert gekämpft wird, ruhen die Hoffnungen auf einem Krisentreffen in Berlin. Dort sind unter anderem die Aussenminister der Ukraine und Russlands zu Gesprächen zusammengekommen. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sagte an dem Treffen, die aktuelle Lage zeige, dass sich der Konflikt weiter verschlimmern könnte.

Passe man nicht auf, könne es zu einer direkten Konfrontation ukrainischer und russischer Streitkräfte kommen. Das müsse auf alle Fälle vermieden werden. «Wir brauchen eine dauerhafte Lösung», sagte Steinmeier. Von einer solchen sei man aber weit entfernt.

Auch SRF-Korrespondent Christof Franzen glaubt nicht an eine rasche Lösung – obschon man diesen Konflikt nur mit diplomatischen Mitteln lösen könne, wie er in der «Tagesschau» sagt.

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71 Kommentare

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  • Kommentar von Alfred Josi, Frutigen
    Frage an alle Putingläubigen die behaupten, die UA Armee und freiwilligen würden gezielt Zivilisten töten: Warum ist dann im ganzen Rest der Ukraine, und besonders im befreiten Slaviansk frieden und relativ gute Ordnung? Wenn in Kiev eine faschistische Nazijunta an der Macht ist warum können Juden, Georgier, Krimtataren, Amerikaner,… sich in Kiev sicherer und freier bewegen als auf Krim oder in Donezk?
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    1. Antwort von Devin Mark, Zürich
      @Josi Sie sollten vielleicht mal die jüdische Presse verfolgen! Vor ein paar Wochen gabs durch den jüdischen Zentralrat die Aufforderung an ALLE Juden, wenn möglich Kiew zu verlassen, da es zu übergriffen kam!!! Interessant wäre zu wissen, warum das hier nicht berichtet wird.
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    2. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      Im weiteren Verlauf spricht Tjahnibok auch von einer "moskowitisch-jüdischen Mafia", die die Ukraine regiere. Diese Äußerung zog damala auch ein Strafverfahren nach sich. Dieses Verfahren blieb aber ohne Folgen. Und auf eine Entschuldigung für die unstrittig gebrauchte Formulierung, "Judenschweine und sonstiges Gesindel zu bekämpfen", wartet die jüdische Gemeinde bis heute. http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/Putsch-in-Kiew-Welche-Rolle-spielen-die-Faschisten,ukraine357.html
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    3. Antwort von Jens Brügger, Schaffhausen
      Ah, ich wusste ja garnicht, dass Sie kürzlich einen Spaziergang durch die Ostukraine und die Krim gemacht haben! Dann hatten Sie aber Glück, dass Sie nicht von der ukr. Artillerie weggebombt wurden. Sie stehen langsam ziemlich im Regen, wenn Sie die Existenz der Neonazis verleugnen und diese als "Freiwillige" bezeichnen. Übrigens, ich bin kein Putingläubiger, was auch immer das heissen soll. Aber Sie zeigen mit diesem Kommentar genau, was man von...
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Persönlich finde ich dass Deutschland & Frankreich nicht die Vermittlerrolle spielen sollte. Was Putin gerne vorgeworfen wird, sind aber diese beiden Länder die Feuerwehr, welche dieses Feuer angezündet hat, um es hinterher wieder irgendwie löschen zu wollen. Es sind eindeutig die falschen Ansprechpartner. Inkompetent & unglaubwürdig. Wenn denn, sollten sie lediglich die ukrainische Regierung "in den Senkel stellen" & ihr die Unterstützung der EU verwehren, lenkt sie nicht endlich ein. Punkt.
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  • Kommentar von Sandro Müller, Zürich
    Es gibt für gar nichts eindeutige Beweise. Es wird bis zum Abwinken inszeniert. Einfach mal folgendes anschauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods https://www.youtube.com/watch?v=mLKTuHump1A
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    1. Antwort von Susanne Lüscher, Gossau
      Da käme noch hinzu AJAX, SUCCESS und die grösste False Flag gem. Susan Lindauer.
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