Ukraine-Krise: Obama kritisiert Russland scharf

US-Präsident Obama hat das Verhalten Russlands in der Ukraine-Krise kritisiert: Moskau habe nichts unternommen, um die Lage zu entschärfen. Vielmehr habe Moskau die separatistischen Kräfte in der Krisenregion ermutigt. Derweil laufen die Bemühungen zur Freilassung der OSZE-Beobachter auf Hochtouren.

Anlässlich seiner Asienreise weilt US-Präsident Obama derzeit in Malaysia. Bei einer Pressekonferenz äusserte sich Obama auch zu den Spannungen in der Ukraine. Dabei erhob der US-Präsident schwere Vorwürfe gegen Russlands Führung.

Moskau habe noch keine Schritte unternommen, um die angespannte Situation im Osten und Süden der Ukraine zu befrieden. Der Kreml habe vielmehr die separatistischen Kräfte in der Krisenregion ermutigt. Als Konsequenz sei der Beschluss der G7-Staaten erfolgt, weitere Sanktionen zu verhängen. Am besten sollen diese in Abstimmung mit der EU erfolgen.

Die Massnahmen könnten noch im Verlauf des heutigen Tages in Kraft gesetzt werden. Auf der Agenda stehen dabei weitere Einreiseverbote und Kontosperrungen.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Verhandlung um Freilassung

    Aus Tagesschau vom 27.4.2014

    Nach der Festsetzung eines Teams von OSZE-Beobachtern im Osten der Ukraine laufen die diplomatischen Drähte heiss. Die pro-russischen Separatisten sollen unterdessen auch ukrainische Elite-Soldaten in ihre Gewalt genommen haben. Es soll noch heute um ihre Freilassung verhandelt werden. Die pro-russischen Separatisten signalisieren Bereitschaft zum Gefangenenaustausch.

  • Pro-russische Milizen wollen Gefangenentausch

    Aus Tagesschau vom 26.4.2014

    Sieben OSZE-Beobachter werden noch immer von pro-russischen Aktivisten in der Ukraine festgehalten. Sie sollen nur im Tausch gegen Gefangene freigelassen werden. Einschätzungen von SRF-Korrespondent Christoph Wanner in Donezk.

  • Zwei verschiedene OSZE-Beobachter

    Aus Tagesschau vom 26.4.2014

    Nach den ersten Meldungen über die Gefangennahme der OSZE-Beobachter herrschte zunächst Verwirrung darüber, welche Beobachter betroffen sind. Die OSZE hat Ende März zivile Beobachter geschickt, bereits etwas länger sind aber auch militärische OSZE-Beobachter in der Ukraine.