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Zukunft der Ukraine Ukrainer sollen über Nato-Beitritt abstimmen

Zu sehen der ukrainische Präsident Poroschenko.
Legende: Sucht Allianzen im Westen: Präsident Petro Poroschenko will einen Nato und EU-Beitritt. Reuters
  • Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat eine Volksabstimmung über einen Beitritt seines Landes zur Nato angekündigt.
  • Er verwies auf Umfragen, wonach 54 Prozent seiner Landsleute für eine Mitgliedschaft im westlichen Militärbündnis seien.
  • Auch zur Europäischen Union sei die Zustimmung im Volk gross. Die Ukraine werde die Bedingungen für einen Beitrittsantrag bald erfüllen, sagt der Präsident.

Vor vier Jahren sei die Zustimmung noch bei 16 Prozent Zustimmung gelegen. «Als Präsident richte ich mich nach der Meinung meines Volkes», sagte Poroschenko in einem Interview der «Funke Mediengruppe». Sollten die Ukrainer dafür stimmen, werde er alles daran setzen, eine Nato-Mitgliedschaft zu erreichen.

Jeder Schritt hin zu einer Aufnahme der Ukraine in die Nato würde allerdings die Spannungen mit Russland drastisch erhöhen. In der Ostukraine sind die Kämpfe zwischen Separatisten und Regierungstruppen in jüngster Zeit wieder aufgeflammt.

Zustimmung für die EU

Optimistisch äusserte sich Poroschenko auch über einen Beitritt seines Landes zur Europäischen Union. Es werde «nicht mehr allzu lange» dauern, bis die Ukraine die Voraussetzungen für einen EU-Beitritt erfülle. Die Regierung in Kiew habe bereits das Haushaltsdefizit und die Inflation spürbar verringert und eine «einzigartige Infrastruktur zur Korruptionsbekämpfung» geschaffen.

Mehr als 70 Prozent der Ukrainer unterstützen die EU – eindrucksvoll in Zeiten von Brexit und Rechtspopulismus
Autor: Petro PoroschenkoPräsident Ukraine

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67 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Fakt ist, dass seit wir offene Grenzen haben, die Ukraine die Drehscheibe für Drogen,- & Menschenhandel ins restliche Europa geworden ist. Ein Land, wo Korruption so weit verbreitet ist, sollte nicht in die EU & auch nicht in die NATO aufgenommen werden. Aber Merkels Anmahnungen, dass dagegen immer noch nicht genügend getan wird, versanden bei dieser Regierung, wie die Mia. die man ins Land pumpt.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Ein Nato-Beitritt erfolgt nicht durch eine Volksabstimmung. Deshalb ist völlig Wurst, was Poroschenko hier inszeniert. Es ist als reine Provokation gegenüber Russland anzusehen
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Poroschenko hat den Konflikt im Zusammenhang mit der Ostukraine und der Krim schon immer aktiv gesucht. Er versucht wohl aktiv die NATO da hinein zu reissen. Nur hat er die Rechnung nicht mit einem happigen Krieg gemacht. So ein Krieg kann keiner gewinnen und hinterlässt nur gewaltige Zerstörungen. Verglichen damit ist Syrien geradezu ein marginaler Betriebsunfall.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Putin gibt ihnen dann schon den geeigneten Segen, sollten sie es wagen die USA noch näher an seine Grenzen zu stationieren. Es wird einfach gestichelt was das Zeug hält. Russland kauft sich im Gegenzug Kuba ein ?
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