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Umfassende Ermittlungen Schlag gegen den internationalen Waffenhandel

  • Ermittlern aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz ist ein Schlag gegen den internationalen Waffenhandel gelungen.
  • Bereits im Dezember hatten die Behörden in diesem Zusammenhang ein illegales Waffenarsenal in Degersheim (SG) gefunden.
Polizei präsentiert Waffen aus dem Fund.
Legende: Bei einem der Verdächtigen wurden im Dezember 2017 in Degersheim (SG) zahlreiche Waffen gefunden. Kantonspolizei St. Gallen

Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA wurden in Deutschland drei Haupttäter vorübergehend festgenommen. Die Polizei habe ausserdem zahlreiche Waffen sichergestellt, darunter Faustfeuerwaffen, Langwaffen und Munition.

Die meisten dieser Waffen stammten aus der Schweiz und Niederösterreich, wie die österreichische Landespolizei Vorarlberg an einer Medienkonferenz mitteilte. Sie bestätigte Verstrickungen mit dem im Dezember in der Schweiz verhafteten Waffenhändler aus Degersheim (SG).

Nach Angaben der St. Galler Kantonspolizei hatte der 61-jährige Schweizer illegal Waffen nach Österreich verkauft. Bei einer Hausdurchsuchung am 20. Dezember vergangenen Jahres fanden die Beamten rund 280 Waffen, grosse Mengen Munition und 1,3 Millionen Franken Bargeld.

Darunter waren laut Polizei auch verbotene Waffen und Waffenbestandteile wie Maschinenpistolen, Schalldämpfer oder eine leere Handgranate ohne Zünder und Sprengstoff sowie viele bewilligungspflichtige Pistolen, Revolver und Gewehre.

Die St. Galler Polizei hatte seit Juli 2017 gegen den Waffenhändler ermittelt, nachdem die österreichischen Strafverfolgungsbehörden dem Mann auf die Spur gekommen waren.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Echt Schlag oder eher Fehlschlag ?
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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Der Titel suggeriert, man hätte in Degersheim einen Dealer des Kalibers von Kashoggi ausgehoben. Gemäss srf handelte es sich um weniger als 300 Handfeuerwaffen, wovon gemäss srf Bildli vom 20.12.17 ein Grossteil davon als eher antikes Schiessgerät wie Karabiner und Ähnliches bezeichnet werden muss. Es sieht nicht danach aus, als ob der Händler Containerladungen in Kriegsgebiete verkauft und geliefert hätte...
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  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Nein, die Schweiz braucht keine strengeren Waffengesetzte, weil in der Schweiz sind wir alles aufrechte Eidgenossen, die Waffen nur an andere Eidgenossen mit lauteren Absichten verkaufen. Jede illegale Waffe war einmal legal. D.h. jede illegale Waffe wurde zuerst legal gehandelt.
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