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Kompromiss im Sicherheitsrat UNO beschliesst Beobachtermission für Aleppo

  • Der UNO-Sicherheitsrat hat per Resolution die Entsendung von Beobachtern in die syrische Stadt Aleppo gefordert. Alle 15 Mitgliedsstaaten stimmten in New York einem entsprechenden Kompromissentwurf zu.
  • Die Resolution hätte eigentlich schon am Sonntag verabschiedet werden sollen. Die Entscheidung war dann aber nach einer russischen Veto-Drohung verschoben worden.
  • Schliesslich einigten sich die 15 Mitglieder auf einen Kompromiss. Demnach bedarf die Stationierung von UNO-Beobachtern der Absprache mit den Akteuren vor Ort.

«Doch der Preis für die russische Zustimmung ist hoch», sagt SRF-Sonderkorrespondent Freddy Gsteiger. Denn ursprünglich sollte es einen freien Zugang für humanitäre Helfer der UNO und ihrer Partnerorganisationen geben. Ausserdem sollte die Beobachtermission sofort installiert werden, um zu verhindern, dass in Aleppo weiter Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen begangen werden.

Ein Hoffnungsschimmer für die Beobachter

«Besonders an dieser Mission störte sich Russland. Und wohl ebenso das syrische Regime, das, unterstützt von iranischen Truppen und schiitischen Söldnern, Aleppo inzwischen kontrolliert», so Gsteiger.

Die Stationierung von UNO-Beobachtern bedürfe nun der Absprache mit den Akteuren vor Ort. «Das heisst: Es gibt quasi ein syrisch-iranisch-russisches Vetorecht, bevor die UNO-Leute tätig werden können.»

Schon habe UNO-Friedensvermittler Staffan de Mistura internationale Beobachter vor Ort gefordert, um die Evakuierungen zu überwachen. «Die Antwort aus Damaskus lautete bisher: Nein», so Gsteiger.

Noch 40'000 Zivilisten in Ost-Aleppo

Die syrischen Regierungstruppen hatten mit Unterstützung der russischen Armee und iranischer Milizen das über Jahre erbittert umkämpfte Aleppo vor wenigen Tagen zurückerobert. Die UNO schätzte zuletzt, dass sich noch 40'000 Zivilisten sowie bis zu 5000 Kämpfer und deren Familien im Osten der Stadt aufhalten.

8 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die UNO würde hier nur im Weg stehen, so wie Gaffer an Unfallstellen. Lasst die UNO noch ein bisschen überlegen was sie tun sollen. Ich denke, dass bis die kommen, Aleppo von Terroristen befreit sein wird. Respektive es werden dann bereits die ersten zivilen Rückkehrer kommen. Dass Russland und der Iran hier Besatzungsmächte werden, passt der EU + Obama überhaupt nicht. Warten wir auf Donald Trump. Er ist ja vernünftig und wird den Gewinnern Russland und Iran diesen Platz nicht streitig machen.
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  • Kommentar von rené studer (rené studer)
    die globalisten org. UNO will tausende terroristen, welche sich nach der niederlage unter die einheimischen gemischt haben unterstützen, um sie weiterhin einzusetzen. die verhaftung der 14 ausländischen OFFIZIERE (mit personal angaben) im UNO führungsbunker von ost-aleppo, führte zum UNO SICHERHEITSRAT treff am 16.12. unter ausschluss der öffentlichkeit. die „terror taktik änderung“ wurde sogleich umgesetzt, auch in europa. hoffentlich nicht länger als bis zum 20. jan. 17, amtsantritt trump.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Ich bitte SRF diesen Verweis auf die schreckliche Lage der Menschen in Kafraya und Fua zu erlauben, wo über 20000 Menschen die ethnische Säuberung, die totale Auslöschung durch radikalen "Islamisten" droht (+18): YouTube:short film about humanitarian situation in the villages of Kafarya and Foua.
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