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International UNO beschuldigt Vatikan der Tatenlosigkeit

Schwere Vorwürfe der UNO gegen den Vatikan: Sexueller Missbrauch von Kindern durch Priester werde nicht konsequent angegangen. Kindesmissbrauch müsse öffentlich untersucht und Opfer entschädigt werden, verlangt die UNO.

Legende: Video Vatikan am Pranger abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.02.2014.
Blick von hinten über die Köpfe von versammelten Bischöfen.
Legende: Die Amtskirche muss beim Missbrauch von Kindern durch Priester konsequenter vorgehen. Keystone

Kinderrechtsexperten der UNO haben den Vatikan aufgefordert, Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche öffentlich zu untersuchen. Überführte Täter müssten umgehend der Justiz übergeben werden.

Weiter fordern die Experten verbindliche Regeln im Kirchenrecht, die Kinder künftig besser vor Missbrauch in katholischen Institutionen weltweit schützen sollen. Die UNO fordert vom Vatikan ausserdem, er solle Geld für die Entschädigung der Opfer zur Verfügung stellen.

Papst setzt Kommission ein

Die Forderungen stehen im Bericht des UNO-Ausschusses für die Rechte des Kindes, der in Genf vorgelegt wurde. Sie richten sich direkt an Papst Franziskus. Dieser hatte im Dezember eine Kommission eingesetzt, die sich der Sache annehmen soll. In dieser Kommission sollen auch die Opfer mitreden sollen, rät nun die UNO. Die Beschlüsse dieser Kommission sollten öffentlich gemacht werden.

Die UNO geht davon aus, dass der Vatikan zehntausende Kinder und Jugendliche ausgebeutet hat. Der Vatikan habe diese Gewalt verschleiert, vertuscht, totgeschwiegen und den Opfern sei nicht geholfen worden.

Vatikan will reagieren

Bei einer Anhörung in Genf am 16. Januar hatten die UNO-Experten dem Vatikan unter anderem vorgeworfen, Details über das Ausmass von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche unter Verschluss zu halten. Vertreter des Kirchenstaats betonten, der Vatikan gehe mit aller Kraft gegen Missbrauchsfälle vor.

Der UNO-Ausschuss für die Rechte des Kindes überprüft die Einhaltung der UNO-Kinderrechtskonvention. In diesem Rahmen hatte sich der Vatikan erstmals öffentlich und ausführlich zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche geäussert.

17 Kommentare

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  • Kommentar von josef krautsieder, fischamend
    Sexuelle Gewalt und Schläge an Kindern, Erniedrigungen und Demütigungen, Überforderungen, sind egal wo sie passieren streng zu verurteilen. Bei der Kirche und von den Heimen dringt nun vieles an die Öffentlichkeit. Wie sieht es aber bei den Privaten, in den Familien aus, wo der Prozentanteil des Missbrauches am höchsten liegt?? Wir kämpfen seit Jahren um unser Enkel. siehe : www.enkelkind-grosseltern.at Dieses Kind bekommt nichts, darf nicht einmal ihre grosseltern sehen.
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  • Kommentar von UdoGerschler, Frankenberg
    Immer wieder erstaunlich für wem sich die UNO einsetzt.Der Missbrauch von rot-grün an Kinder und Familie wird gern übersehen.Ob Christ oder Islam ist egal.Nicht der Glaube sondern der Mensch missbraucht .Oder wird jetzt jede Regierung für die Täter eines Volkes verantwortlich gemacht und muss alle Opfer der Täter entschädigen ?
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  • Kommentar von Pankraz Mai, Giacobbo-Stadt
    Im Vatikan wird der Kindesmissbrauch gemäss Kirchenrecht als moralisches Vergehen betrachtet und nicht als kriminelle Tat. Wenn dem so ist, dann zeigt diese Institution ihr wahres Gesicht. Was wohl der HERR, auf den sie sich beruft, dazu sagen würde?
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Der HERR sagt, es sei Sünde und wird die bösen Menschen nicht mit Gefängnis, sondern durch ewige Höllenqualen bestrafen. Im Himmel herrschen eben andere, strengere Gesetze als auf Erden.
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      M.Z./Die Menschen sitzen ja bereits in ihrer Hölle,hier auf Erden.Sie leiden unaufhörlich an sich selbst und dies nicht zu knapp.Andauernd haben sie den gleichen Film vor Augen und jammern vor sich hin,wie man es NICHT tun sollte.Sie tun es trotzdem.Und landen"genüsslich"und stets von Neuem in ihrem eigenen,kreierten Sauhaufen.Was glauben Sie wohl,warum die Kath.Kirche und d.Islam es untersagt haben,an die Lehre der Wiedergeburt zu glauben?Die hätten in ihrer Hölle nicht mehr die gleiche Macht!
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    3. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Es wurde uns einfach mal so beigebracht. ich stalle die Existenz von Himmel oben und Hölle unten sowieso in Frage.
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