UNO-Personal in Syrien wird halbiert

Der Krieg in Syrien wird immer gefährlicher – auch für das internationale Personal der UNO. Als Reaktion darauf zieht die UNO auch ihre letzten rund 100 Mitarbeiter ab. Geschlossen wird zudem das Büro von Lakhdar Brahimi, dem UNO Sondergesandten für Syrien und der Arabischen Liga.

Ein UNO-Wagen patroulliert im Juni 2012 durch Damaskus. (keystone)

Bildlegende: Patrouillen wie diese durch Damaskus werden immer seltener. Nur noch 50 UNO-Angestellte bleiben in Syrien. Keystone

Diplomaten in New York berichten, die UNO ziehe rund die Hälfte ihres noch in Syrien verbliebenen internationalen Personals ab. Es sei zu gefährlich.

Derzeit arbeiten noch rund hundert UNO-Mitarbeiter in Syrien. Geschlossen wird auch das Büro des UNO-Sondergesandten Lakhdar Brahimi. Sein Personal werde von Ägypten oder vom Libanon aus arbeiten.

Die UNO leistet in Syrien vor allem humanitäre Hilfe. Die Hilfsgüter sollen nun durch den Syrischen Roten Halbmond übernommen werden.

Rebellen warnen vor Offensive

Die Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) haben Raketenangriffe auf mehrere strategisch wichtige Ziele in Damaskus angekündigt. In einer Erklärung werden die Bewohner von Damaskus aufgefordert, sich schnell in Sicherheit zu bringen: «Wir raten dazu, die Umgebung der Gebäude des Präsidenten, der Armee und der Sicherheitsdienste schnell zu verlassen.»

Syrische Rebellen hatten heute bereits das Zentrum von Damaskus mit Dutzenden Granaten beschossen. Das syrische Militär reagierte mit Artillerie-Beschuss. Die Kämpfe im Zentrum der Hauptstadt gehörten zu schwersten seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor zwei Jahren.