UNO schickt mehr Lebensmittel in Ebolagebiete

Die dringend benötigten Hilfsgüter werden per Lastwagen nach Westafrika gebracht.

Mit Seil blockierte Strasse, dahinter Auto, Lastwagen und Menschen.

Bildlegende: Die von Ebola betroffenen Regionen hoffen, das Virus mit Hilfe von Strassenblockaden aufzuhalten. Keystone

Die Vereinten Nationen verstärken ihre Hilfslieferungen in die von Ebola heimgesuchten Gebiete in Westafrika. Es seien bereits Lebensmittel in geringem Umfang geliefert worden, teilte das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) mit. Nun würden die Lieferungen per Lkw verstärkt.

Eine teure und aufwendige Versorgung aus der Luft sei dort nicht nötig, wo die bedürftigen Menschen durch Transporte auf der Strasse erreicht werden könnten, sagte die Sprecherin.

Anzahl Tote steigt weiter

Am stärksten von Ebola betroffen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone. Auch in Nigeria ist die Seuche aufgetreten. Um ihre Ausbreitung zu unterbinden, haben die Regierungen Strassenblockaden angeordnet. Nun breitet sich in den abgeriegelten Gebieten der Hunger aus.

Die Zahl der Toten durch die Ebola-Epidemie in Westafrika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 1145 gestiegen. Insgesamt seien 2127 Fälle in Guinea, Sierra Leone, Liberia und Nigeria registriert worden, teilte die UNO-Behörde mit.

Kenia schliesst die Grenze

Wegen der Ebola-Epidemie schliesst Kenia ab Mittwoch seine Grenzen für Reisende aus den am schlimmsten betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea. Das teilte die kenianische Regierung am Samstag mit.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Ebola wohl «weit schlimmer als angenommen»

    Aus Tagesschau vom 15.8.2014

    Die Weltgesundheitsorganisation hat erneut vor der Ebola-Epidemie in Westafrika gewarnt. Das wahre Ausmass in den betroffenen Gebieten übersteige die bisher bekannten Zahlen deutlich.

  • Erstes Ebola-Todesopfer in Europa

    Aus Tagesschau vom 12.8.2014

    In Spanien ist ein Missionar an Ebola gestorben, der vor kurzem aus Westafrika heimgekehrt war – trotz Behandlung mit dem noch nicht zugelassenen Heilmittel «ZMapp». Die Weltgesundheitsorganisation hält dessen Einsatz inzwischen für ethisch vertretbar.

  • Ebola: WHO ruft Notstand aus

    Aus 10vor10 vom 8.8.2014

    Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen der Ebola-Epidemie den internationalen Gesundheitsnotfall verhängt. Betroffene Länder sollen den Notstand ausrufen und einen Seuchenplan ausarbeiten.