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International UNO setzt nigerianische Boko Haram auf Terrorliste

Die Gefährlichkeit der islamischen Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria rückt immer mehr ins Bewusstsein des Westens. Selbst die Vereinten Nationen werden aktiv. Die Terroristen morden weiter – und die Lehrer in Nigeria streiken. Aus Angst.

Demonstranten mit Plakaten.
Legende: Seit dem Verschwinden von rund 200 Schülerinnen in Nigeria ist auch das westliche Augenmerk auf das Land gerichtet. Keystone

Nach der Entführung von mehr als 200 Schulmädchen haben die Vereinten Nationen Sanktionen gegen die islamistische Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria verhängt. Der Sicherheitsrat setzte dazu die Gruppe auf die Sanktionsliste für Al-Kaida-Unterstützer. Das hat ein Waffenembargo und die Sperrung von Konten zur Folge.

Von der britischen UNO-Vertretung hiess es, das sei ein wichtiger Schritt der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Terrorismus. US- Botschafterin Samantha Power sagte, die USA wollten helfen, Boko Harams «blutrünstige und rückwärtsgewandte Ideologie» zu bekämpfen.

Demonstrationen und Streik

Mutmassliche Mitglieder der Terrororganisation überfielen am Donnerstag erneut ein Dorf im Nordosten Nigerias. Dabei starben 27 Menschen, berichteten lokale Medien. Die meisten Häuser des Ortes seien niedergebrannt worden.

Zehntausende Lehrer demonstrierten am Donnerstag in Nigeria mit einem landesweiten Streik und Protesten gegen Sicherheitsmängel und Terrorgefahr in Schulen. Die Lehrergewerkschaft NUT verwies vor allem auf die Entführung von mehr als 200 Schülerinnen Mitte April in Chibok im Nordosten des Landes. Insgesamt seien allein in den Bundesstaaten Borno und Yobe 173 Lehrer in den vergangenen Jahren von Terroristen getötet worden.

Schon Tausende Tote

80 Elitesoldaten aus den USA sollen bei der Suche nach den entführten Schülerinnen helfen. Sie werden vom Nachbarland Tschad aus an Geheimdienst- und Aufklärungsmissionen beteiligt. Dies teilte das Weisse Haus am Mittwoch mit. Bereits vergangene Woche hatten die USA Militär- und Polizeiexperten nach Nigeria geschickt. Boko Haram droht, die Mädchen zu verkaufen, wenn die Regierung gefangene Gruppenmitglieder nicht freilässt.

Bei verschiedenen Bombenanschlägen und Angriffen von militanten Islamisten in den vergangenen Tagen im zentralnigerianischen Jos sowie im Nordosten Nigerias sind insgesamt über 160 Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt worden. Bis Donnerstag hatte sich niemand zu den Anschlägen bekannt. Als Urheber wurde aber wiederum Boko Haram vermutet. Sie ist verantwortlich für den Tod Tausender Menschen seit 2009.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von G. Niedermann, Zürich
    Werde die Vorgehensweise der UNO gar nie verstehen! Es lässt doch diese extremistische Terrorgruppe Bako Haram kalt, auf welcher Liste diese steht. Hier muss doch im harter Hand gegen die Menschen, religiöse Gruppen, Länder, etc. vorgegangen werden, welche diese grausamen Islamisten unterstützen! Oder getraut sich der Westen solche Schritte nicht zu, weil er genau mit diesen Hintermännern in Beziehungen steht? Augenwischerei und die Grausamkeiten gehen weiter.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Die verzeichnen schon Verluste.. es haben sich Einige TOTGELACHT!!.... wegen dem UNO - "Entschluss" Da muesste man schon eine grosse Armee einsetzen... eine sehr Grosse!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    DAS macht der islamistischen Gruppierung Boko Haram aber gewaltig Eindruck........
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