Nordkoreas Raketenprogramm UNO-Sicherheitsrat erweitert Sanktionsliste

Der UNO-Sicherheitsrat.

Bildlegende: Der UNO-Sicherheitsrat hat sich mit Nordkorea auseinandergesetzt. Reuters

  • Der UNO-Sicherheitsrat hat Sanktionen gegen 14 Nordkoreaner beschlossen. Sie haben laut der UNO Verbindungen zum nordkoreanischen Atomprogramm – und werden nun mit Reiseverboten belegt.
  • Zudem werden die Vermögen von vier staatlichen Unternehmen und Organisationen des Landes weltweit eingefroren.
  • Die USA und die westlichen Staaten wollten auch Sanktionen gegen Nordkorea selber. China hat diesen aber nicht zugestimmt.

In der zweiseitigen Resolution verurteilte der Sicherheitsrat das Raketenprogramm Nordkoreas und dessen Entwicklung von Atomwaffen auf das Schärfste. «Hören Sie auf, ballistische Raketen abzufeuern oder tragen Sie die Konsequenzen», sagte die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, im Saal an die Führung in Pjöngjang gerichtet.

Der internationale Druck werde nicht nachlassen, ehe Nordkorea sich nicht an bisherige UNO-Resolutionen halte, die dem kommunistisch regierten Land den Test ballistischer Raketen verbieten. «Die anhaltenden Provokationen zertrampeln internationale Bemühungen um eine friedliche Lösung», sagte Japans UNO-Botschafter Koro Bessho.

«  Hören Sie auf, ballistische Raketen abzufeuern oder tragen Sie die Konsequenzen. »

Nikki Haley
UNO-Botschafterin der USA

Nordkorea hatte zuletzt mehrere Raketen getestet und erklärt, es arbeite auch an Langstreckenraketen, mit deren Reichweite auch die USA getroffen werden könnten. Vor allem Japan und Südkorea fürchten als Nachbarn in der Region, von den Raketen getroffen zu werden.

Nach zwei Atomtests und mehreren Raketentests ist die Lage in der Region angespannt.