UNO sorgt sich um Zivilisten im Irak

Die Gewalt im Irak kennt keine Grenzen. Die Terrorgruppe Isis und ihre Verbündeten versuchen laut einem UNO-Bericht, so viele Zivilisten wie möglich zu töten. Unter den Opfern sind viele Kinder.

Irakische Mutter sitzt neben ihrem verletzten Kind auf einem Spitalbett

Bildlegende: Kinder zählen laut UNO im Irak-Konflikt besonders häufig zu den Opfern von Menschenrechtsverletzungen. Keystone

Aus dem Irak gebe es jeden Tag Berichte über Menschenrechtsverstösse gegen Kinder, Frauen und Männer, sagte UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay. Der Isis begehe eine «systematische und ungeheuerliche Verletzung des Völkerrechtes», heisst es in einem Bericht der UNO-Mission und des Menschenrechtskommissariats.

Vor allem Kinder seien stark vom Konflikt betroffen. So gebe es glaubhafte Informationen über Zwangsrekrutierungen als Soldaten. Die Isis-Verstösse könnten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommen, so der Bericht. Zu den Menschenrechtsverletzungen gehörten Tötungen, Exekutionen und Entführungen. Sie richteten sich gegen Zivilisten, Soldaten, Politiker und Geistliche.

Der Bericht führt gleichzeitig Menschenrechtsverletzungen der irakischen Armee auf. Dazu gehörten standrechtliche Tötungen von Gefangenen, die ebenfalls Kriegsverbrechen gleichkommen könnten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Gross-Offensive im Irak

    Aus Tagesschau vom 29.6.2014

    Die irakische Armee hat eine Gross-Offensive gestartet, um die Stadt Tikrit zurückzuerobern. Tikrit ist strategisch und symbolisch wichtig. Hier im Vorort Al-Awja wurde der Diktator Saddam Hussein geboren und begraben.