UNO spart bei Friedensmissionen – auf Drängen der USA

Friedensmission in Darfur

Bildlegende: Weniger Geld für Friedensmissionen: Direkt betroffen ist der Einsatz in Darfur (Archivbild). Keystone

  • Die UNO-Vollversammlung hat das Budget für die Einsätze der Blauhelmtruppen um 600 Millionen Dollar gekürzt. Das ist eine Kürzung um 7,2 Prozent.
  • UNO-Generalsekretär Antonio Guterres war gegen eine Kürzung der Gelder für die sogenannten Peacekeeper. Im Gegenteil: Er wollte den Betrag von 7,87 Milliarden Dollar auf 7,89 Milliarden Dollar erhöhen.
  • Die USA hatten jedoch auf Kürzungen bestanden.
  • Von den Einsparungen sind die Missionen in Haiti, in der Demokratischen Republik Kongo und im Südsudan betroffen.

Die UNO-Plenarversammlung hat sich auf Ausgaben in der Höhe von 7,3 Milliarden Dollar für die Blauhelmeinsätze zwischen Anfang Juli dieses Jahres und Ende Juni 2018 geeinigt.

Vor allem die USA als grösste Beitragszahler hatten auf Kürzungen bestanden. Sie wollten den Etat sogar um eine Milliarde Dollar stutzen. Die EU sprach sich für Einsparungen im jetzigen Umfang aus. US-Botschafterin Nikki Haley kündigte an, dies sei «erst der Anfang».

Die Blauhelmmissionen in Haiti sowie in der Demokratischen Republik Kongo und in Darfur im Südsudan werden die Kürzungen zu spüren bekommen. Letztere sind gleichzeitig die kostspieligsten.