UNO verlangt erneut Freilassung von Blauhelmen

Der UNO-Sicherheitsrat hat erneut die sofortige Freilassung der vor einer Woche gefangen genommenen UNO-Blauhelmsoldaten gefordert. Die Unparteilichkeit und das Mandat der Soldaten müsse respektiert werden, so die Vereinten Nationen.

Blauer Helm mit Aufschrift «UN», Augen.

Bildlegende: Die Blauhelmsoldaten sind seit einer Woche verschwunden. Keystone/Symbolbild

Die UNO verlangt die sofortige Freilassung der über 40 gefangenen UNO-Blauhelmsoldaten in Syrien. Zudem müssten die Islamisten die UNO-Stellungen auf den Golanhöhen sofort räumen und das erbeutete Material, inklusive Waffen und Fahrzeugen, umgehend zurückgeben, hiess es nach einer Sitzung des Rates in New York.

«Die Sicherheit der Truppe, ihre Einsätze, ihre Unparteilichkeit und ihr Mandat müssen respektiert werden», hiess es in der einstimmig verabschiedeten Erklärung.

Gebiet seit 40 Jahren überwacht

Zudem appellierte der UNO-Sicherheitsrat an «alle Länder mit Einfluss» auf die Entführer, stärkeren Druck auszuüben und so die Freilassung der Blauhelm-Soldaten zu erwirken. Alle Staaten müssten die UNO-Beobachtertruppe für Truppenentflechtung (UNDOF) auf den Golanhöhen «bedingungslos unterstützen».

Die 15 Nationen versicherten, dass sie an der UNDOF-Mission, die Israel und Syrien voneinander trennen soll, festhalten wollten. Sie dankten den Männern «für ihre Tapferkeit angesichts der Bedrohungen und Herausforderungen».

Die UNDOF überwacht das umstrittene Gebiet seit 1974. Vor einer Woche eroberten syrische Rebellen den Übergang Kuneitra und brachten dabei die mehr als 40 Blauhelm-Soldaten aus Fidschi in ihre Gewalt, die seitdem als Geiseln festgehalten werden. Zu der Entführung bekannte sich die islamistische Al-Nusra-Front.

Entführer stellen Forderungen

Inzwischen ist nach Angaben der fidschianischen Armee eine Delegation von UNO-Unterhändlern auf den Golanhöhen eingetroffen.

Laut der Armee stellt die Al-Nusra-Front mehrere Bedingungen für die Freilassung der Geiseln – darunter ihre Streichung von der Terrorliste der Vereinten Nationen und humanitäre Hilfe für eine kleine Ortschaft in ihrem Einflussgebiet nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus.