US-Abgeordnetenhaus verlängert Verbot von Plastikwaffen

Plastik-Pistolen sollen auch künftig einem Verbot unterliegen. Das Repräsentantenhaus hat der Regelung bereits zugestimmt. Nun muss noch das Oberhaus folgen. Doch einigen Senatoren genügt das nicht.

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Tödliche Waffen aus dem Drucker

1:17 min, aus Tagesschau Nacht vom 6.5.2013

Schusswaffen aus Plastik, die unbemerkt durch Metalldetektoren und Röntgengeräte gebracht werden können, sollen in den USA auch weiterhin verboten sein. Das US-Abgeordnetenhaus verlängerte ein entsprechendes Gesetz um weitere zehn Jahre.

Der Senat muss dem Vorhaben noch zustimmen. Allerdings versuchen einige Senatoren im demokratisch dominierten Oberhaus, das Gesetz von 1988 auszuweiten. Sie wollen auch Waffen aus 3D-Druckern einen Riegel vorschieben.

Doch ob das so kommt ist ungewiss. Denn «eigentlich ist das Verbot der Plastikwaffen der kleinste gemeinsame Nenner von Waffengegnern und Lobbyisten», sagt SRF-Korrespondentin Priscilla Imboden. Alles was darüber hinausginge, dafür seien die Gräben zwischen den beiden Gruppen viel zu tief.

Alte Regelung läuft in sechs Tagen aus

Denn bislang dürfen gedruckte Waffen abnehmbare Metallteile enthalten, die sich vor dem Gang durch eine Sicherheitskontrolle entfernen lassen. «Wir müssen unbedingt dieses Schlupfloch schliessen, das es jedem ermöglicht, legal eine Waffen herzustellen, die durch Entfernen des Metallteils unsichtbar gemacht werden kann», teilte Senator Chuck Schumer mit.

Das Abgeordnetenhaus stimmte zum ersten Mal seit dem Amoklauf an einer Grundschule in Newton im Bundesstaat Connecticut über ein Waffengesetz ab. Damals wurden 27 Schüler und Erwachsene getötet.

Das Gesetz über sogenannte unauffindbare Waffen läuft kommenden Montag aus, wenn es bis dahin nicht verlängert wird.