US-Arbeitslosenquote auf Sechs-Jahre-Tief

Die USA verabschieden sich mehr und mehr von der Krise. Die anziehende Konjunktur bringt auch den Arbeitsmarkt auf Trab. Doch das schlägt sich noch nicht in höheren Löhnen nieder.

Personen im Arbeitsamt

Bildlegende: Die Erholung am Arbeitsmarkt der USA hat sich im Oktober mit einem robusten Tempo fortgesetzt. Keystone

Die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren gesunken. Im Oktober betrug die Arbeitslosenquote 5,8 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Im Vormonat lag sie bei 5,9 Prozent.

Insgesamt sind aber immer noch neun Millionen Menschen ohne Job. Knapp ein Drittel davon seit mehr als einem halben Jahr. Insgesamt wurden 214'000 neue Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen – Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 231'000 gerechnet.

Anstieg seit 56 Monaten

Der Oktober war der neunte Monat in Folge, in dem das Plus über 200'000 Jobs betrug. Analysten werten das als Zeichen, dass sich der Arbeitsmarkt aus dem Tief nach der schweren Rezession von 2007 bis 2009 befreit hat.

Die Zahl neuer Stellen ist seit 56 Monaten in Folge gestiegen. Das sei «die längste Serie in der US-Geschichte», erklärte Jason Furman, der Leiter von Präsident Barack Obamas Wirtschaftsrat.

Der Aufschwung geht noch an vielen US-Amerikanern vorbei, da die Löhne stagnieren. Das durchschnittliche Arbeitseinkommen steigt seit Jahren kaum an. Jedoch geben etwa drastisch gesunkene Benzinpreise den US-Bürgern das Gefühl, mehr Geld in der Tasche zu haben.