US-General verpasst möglichem Syrien-Einsatz ein Preisschild

US-Generalstabschef Martin Dempsey hat fünf Optionen für ein militärisches Engagement in Syrien vorgestellt und deren Kosten beziffert. Seine Szenarien reichen von der Ausbildung und Unterstützung der Rebellen über Luftangriffe bis hin zum Einsatz von Bodentruppen.

Die Optionen im Überblick:

  • Training, Beratung und Unterstützung der Rebellen. Die kostengünstigste Variante mit 500 Million Dollar jährlich.
  • Angriffe mit Raketen und Kampfflugzeugen auf Armee-Einrichtungen. Die Kosten lägen bei einer Milliarde Dollar pro Monat. Risiken wären Gegenangriffe und zivile Opfer.
  • Einrichtung einer Flugverbotszone. Die Kosten lägen bei einer Milliarde Dollar im Monat. Die Auswirkungen wären möglicherweise gering, da sich die syrische Armee mehr auf Bodentruppen stütze.
  • Die Schaffung von Pufferzonen, in denen die Rebellen vor Angriffen sicher wären. Die Kosten lägen bei über einer Milliarde Dollar pro Monat. Die Zonen könnten zum Angriffsziel werden.
  • Kontrolle der Chemiewaffen Syriens. Zur Verhinderung der Weiterverbreitung der Waffen müsste militärische Gewalt angewandt werden. Über eine Milliarde Dollar Kosten pro Monat.

Besonnene Einschätzung

In einem Brief an den US-Kongress wies der General darauf hin, dass es nicht genug sei, das militärische Kräfteverhältnis zu verändern. Die USA müssten damit rechnen, dass ihr Eingreifen auch unerwünschte Folgen haben könne.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Kämpfer der freien syrischen Armee am 17. Juli in Idlib. Ihre Hoffnung auf Unterstützung aus dem Westen hat sich zerschlagen.

    Doch keine Rüstungshilfe an syrischen Widerstand

    Aus Echo der Zeit vom 23.7.2013

    Vor wenigen Wochen verkündeten die USA, Grossbritannien und Frankreich eine Wende ihrer Syrien-Politik und stellten Waffenlieferungen an die syrische Opposition in Aussicht. Passiert ist seither nichts. Weder Washington noch London oder Paris lassen ihren Ankündigungen Taten folgen.

    Fredy Gsteiger