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International US-General verpasst möglichem Syrien-Einsatz ein Preisschild

US-Generalstabschef Martin Dempsey hat fünf Optionen für ein militärisches Engagement in Syrien vorgestellt und deren Kosten beziffert. Seine Szenarien reichen von der Ausbildung und Unterstützung der Rebellen über Luftangriffe bis hin zum Einsatz von Bodentruppen.

Die Optionen im Überblick:

  • Training, Beratung und Unterstützung der Rebellen. Die kostengünstigste Variante mit 500 Million Dollar jährlich.
  • Angriffe mit Raketen und Kampfflugzeugen auf Armee-Einrichtungen. Die Kosten lägen bei einer Milliarde Dollar pro Monat. Risiken wären Gegenangriffe und zivile Opfer.
  • Einrichtung einer Flugverbotszone. Die Kosten lägen bei einer Milliarde Dollar im Monat. Die Auswirkungen wären möglicherweise gering, da sich die syrische Armee mehr auf Bodentruppen stütze.
  • Die Schaffung von Pufferzonen, in denen die Rebellen vor Angriffen sicher wären. Die Kosten lägen bei über einer Milliarde Dollar pro Monat. Die Zonen könnten zum Angriffsziel werden.
  • Kontrolle der Chemiewaffen Syriens. Zur Verhinderung der Weiterverbreitung der Waffen müsste militärische Gewalt angewandt werden. Über eine Milliarde Dollar Kosten pro Monat.

Besonnene Einschätzung

In einem Brief an den US-Kongress wies der General darauf hin, dass es nicht genug sei, das militärische Kräfteverhältnis zu verändern. Die USA müssten damit rechnen, dass ihr Eingreifen auch unerwünschte Folgen haben könne.

3 Kommentare

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  • Kommentar von k. warmbrodt, thun
    Kann mir mal jemand erklären, was diese systematische Destabilisierung des Nahen Ostens und Nordafrika durch die EU und der USA so? Überall Chaos und logischerweise auch immer mehr in Europa. Die sollen diese Kriegsgelder doch gebrauchen um ihre Schulden abzubauen. Die Bürger wollen doch dort nicht bezahlen für die Entscheidungen von ein paar Politikern. Einfach pervers das Ganze, leider!
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  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Divide et impera. Die Amis tappen nicht nochmals in dieselbe Falle wie in Irak und Afghanistan. Also lassen sie die Drecksarbeit durch bezahlte Djihadisten machen. Die Balkanisierung der islamischen Welt ist in vollem Gange, ganz so wie es sich die Zionisten wünschen.
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  • Kommentar von M. Tisserand, Schweiz
    Es ist an der Zeit, die Kosten für Hilfsgelder und Asylwesen anders einzusetzen. Mit einem UNO-Mandat kann man dort eingreifen und das Geld dort in Flüchtlingslager und späteren Aufbau reinstecken - ABER: dafür keine Flüchtlinge mehr entwurzeln und in Kulturfremde Länder verfrachten. Somit würde man viele Probleme miteinander - und nachhaltig - lösen.
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