Zum Inhalt springen

Giftcocktail für Häftlinge US-Gericht verschont zwei Gefängnisinsassen

Im US-Staat Arkansas geht das juristische Tauziehen um die Hinrichtung von acht Häftlingen weiter. Einen ersten Teilsieg hat der Staat errungen: Ein Berufungsgericht kippte den Stopp der Hinrichtungsvorbereitungen.

Allerdings hatte der Oberste Gerichtshof des Staates, der Surpreme Court, zwei für Montagabend geplante Exekutionen zuvor ebenfalls blockiert. Dagegen hat der Arkansas wiederum Berufung eingelegt. Bis zu einem Entscheid bleiben die Hinrichtungen blockiert.

Die Vorgeschichte

  • Ursprünglich sollten in Arkansas ab Ostermontag bis zum 27. April acht Häftlinge hingerichtet werden.
  • Das hat massive Proteste ausgelöst.
  • Eine Bundesrichterin stoppte die Exekutionen am Samstag vorerst. Sie bezog sich dabei auf generelle Klagen der betroffenen Häftlinge gegen eine Hinrichtung mit Giftinjektionen, dabei ging es vor allem um das umstrittene Mittel Midazolam.
Legende: Video Sieben Hinrichtungen in zehn Tagen abspielen. Laufzeit 02:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.04.2017.

Hintergrund für die geplante Welle von Hinrichtungen ist, dass Ende April die Haltbarkeit des Mittels Midazolam abläuft, das Teil des Giftcocktails ist. Die Verwendung dieser Substanz aber ist höchst umstritten.

Das Mittel war im 2016 bei zwei Hinrichtungen in Oklahoma und Arizona verwendet worden, bei denen die Todeskandidaten lange bei Bewusstsein blieben und Anzeichen qualvollen Erstickens zeigten. Der Mörder Clayton Lockett starb erst nach 43 Minuten.

In den USA kennen derzeit noch 31 der 50 Staaten die Todesstrafe. Die jährlichen Hinrichtungen sind seit 1999 von etwas mehr als 100 auf 20 zurückgegangen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Wie immer haben die Mörder mehr Aufmerksamkeit, mehr Anwälte, mehr Humanisten und sozial Engagierte hinter sich als die getöteten Opfer. Auch wird typischerweise nicht erwähnt, welche grauenhaften Taten genau diese Unmenschen ausgeführt haben. Derartige Details stören das Weltbild der Sozialromantiker enorm. Diese Verbrecher haben Menschen aus dem Leben gerissen und sie teilweise auch noch grausam leiden lassen vor ihrem Tod. Das interessiert aber die selbsternannten Humanisten nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Warum engagieren sie sich nicht mit selbiger Inbrunst für die Hinterbliebenen? Ganz einfach, das ist ihnen nämlich nicht schick und hip genug.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Frédéric Weil (Derrick)
    "Wenn die Medikamente ablaufen, kann es gem. Medikamenteneilage bis zum Tod führen ...". Auch wenn dies effektiv nicht der Grund ist sondern umgekehrt ... SCHAFFT MAL DIESE STRAFFE AB !!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen