US-Helikopter stürzt nahe Grenze zu Nordkorea ab

Ein Vorfall verschärft die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea: Ein US-Helikopter ist nahe der Grenze zu Nordkorea abgestürzt. Kim Jong Un wertet die Manöver als Invasionsversuch und droht mit militärischer Vergeltung.

Helikopter vom Typ CH-53 (Symbolbild)

Bildlegende: Beim Absturz des Helikopters vom Typ CH-53 wurde offenbar niemand verletzt. Keystone/symbolbild

Ein US-Helikopter ist bei einem Manöver in südkoreanischem Gebiet im Bezirk Cheolwon abgestürzt, wie ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte.

Die Ursache sei noch unklar. Ein US-Militärvertreter sagte, der Helikopter vom Typ CH-53, der neben drei Besatzungsmitgliedern 13 weitere Soldaten transportierte, habe eine «harte Landung» gehabt.Offenbar gab es keine Verletzten.

Drohung aus Nordkorea

Die Nachrichtenagentur Yonhap hatte zuvor berichtet, es habe sich um einen Helikopter vom Typ UH-60 Black Hawk mit zwölf Insassen gehandelt. Der Vorfall ereignete sich in einer Zeit erhöhter Spannungen zwischen Nord- und Südkorea.

Die Regierung in Pjöngjang hat das gemeinsame Militärmanöver Südkoreas und der USA als Übung für eine Invasion bezeichnet und im Fall eines Angriffs mit Vergeltung gedroht. In Südkorea sind dauerhaft 28'500 US-Soldaten stationiert.

USA am Pranger

Inmitten der Spannung auf der koreanischen Halbinsel hat Chinas Militär Anspielungen auf eine Mitverantwortung der USA an Konflikten in der Region gemacht. «Länder haben ihre Allianzen in der Region Asien-Pazifik ausgebaut, ihre militärische Präsenz ausgeweitet und sie verstärken regelmässig die Spannungen», hiess es in einem Militärbericht.