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International US-Student in Nordkorea zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt

Die nordkoreanischen Arbeitslager sind berühmt-berüchtigt. Nun soll der US-Student Otto Warmbier 15 Jahre in einem solchen verbringen. Die Regierung wirft dem 21-Jährigen vor, Propagandamaterial gestohlen zu haben.

Legende: Video US-Student nach Urteil des Obersten Gerichtshofs (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 0:23 Minuten.
Vom 16.03.2016.

«Feindliche Aktivitäten»: So lautet der Straftatbestand gegen den US-Studenten Otto Warmbier, der in Nordkorea festgenommen und nun zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden ist. Dies habe der Oberste Gerichtshof Nordkoreas entschieden, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Der 21-jährige Student der Universität Virginia hatte sich nach nordkoreanischen Angaben zum Diebstahl von Propagandamaterial bekannt. Laut den Staatsmedien gab Warmbier zu, eine politische Botschaft aus einem Mitarbeiterbereich seines Hotels in Pjöngjang entwendet zu haben.

«Die Fundamente der Einheit erschüttert»

Demnach hatte ihn die Mutter eines Freunds, eine Methodistin, um «eine Trophäe» gebeten. Sie habe ihm ein Auto im Wert von 10'000 Dollar oder für den Fall seiner Festnahme 200'000 Dollar für seine Familie versprochen. Der junge Mann war den nordkoreanischen Angaben zufolge mit einem Touristenvisum eingereist, um die «Fundamente der Einheit» des Landes zu erschüttern. Dabei habe der Student «unter der Anleitung der US-Regierung» gehandelt.

In Nordkorea wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Ausländer festgenommen, zu langjährigen Haftstrafen verurteilt und dann nach Gegenleistungen ausländischer Regierungen freigelassen. Häufig versucht Pjöngjang, die Gefangenen als Faustpfand in Verhandlungen einzusetzen.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Saurer (Sämi)
    Ich denke Reisen nach Nordkorea sind etwas ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite unterstützt man über die immer staatlich geführten Touren und Aufenthalte das "Gigel"-Regime in Pyöngyang. Zudem ist man beim Reisen niemals frei. Auf der anderen Seite gibt man den Einheimischen dadurch neue Chancen, je mehr Besucher ins Land kommen. Vielfach kommt man irgendwie in Kontakt mit den Locals, und plötzlich merken sie, dass die eigentlichen Amis oder Westerner doch nicht so schlecht sind.
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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Biete günstige Reisen nach Nordkorea an. Der Preis ist aber unbedingt vor Reiseantritt zu bezahlen....
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Welcher Affe wurde von diesem Mann gebissen , in ein Land zu reisen, wo jeder Fremde, egal woher, den sie als Fremden erkennen , ein Schädling sein muss, egal welcher Art. Denn, wer einmal dort in diesem abgeschotteten Alcatraz - Nordkorea sich befindet, der kommt selten unbeschadet heraus. Ich wünsche ihm viel Geld um sich loszukaufen , damit die Hungernden dort wieder etwas zum beissen haben.
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