Die US-Präsidentenwahl hat begonnen

In den USA hat die Präsidentenwahl begonnen – knapp sieben Wochen vor dem eigentlichen Termin am 8. November. In vorerst drei Bundesstaaten können die Wahlberechtigten im Rahmen des «Early Voting» bereits jetzt ihre Stimme abgeben.

Symbolbild: Plastik-Masken von Donald Trump und Hillary Clinton liegen bereit.

Bildlegende: Der Wahltermin ist erst am 8. November, teilweise kann die Stimme aber bereits abgegeben werden. Getty

Schon jetzt kann in verschiedenen US-Bundesstaaten gewählt werden: In Minnesota, South Dakota und Virginia hat die Präsidentenwahl bereits begonnen. Im Rahmen des «Early Voting» haben die dortigen Wahlberechtigten die Möglichkeit, ihre Stimme schon jetzt abzugeben.

Wahl wie immer an einem Dienstag

Insgesamt werden 37 Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington D.C. in den nächsten Wochen die frühe persönliche Stimmabgabe oder die Briefwahl erlauben. Eigentlicher Wahltermin in den USA ist Dienstag, der 8. November. «Für viele Menschen in den USA ist dies ein ganz normaler Arbeitstag», sagt US-Korrespondentin Priscilla Imboden.

Deshalb sei es für viele Amerikanerinnen und Amerikaner schwierig, am 8. November wählen zu gehen. Man wisse nie, wie gross die Warteschlange vor dem Wahllokal sei und wie lange die Stimmabgabe dauere. «Vielen ist das zu mühsam», so Imboden.

Republikaner gegen «Early Voting»

Auch Schlüsselstaaten wie Ohio und Florida erlauben frühes Wählen. Das kann sich auf den Wahlausgang auswirken, indem die Parteien ihre Ressourcen an internen Umfragen ausrichten können. «Die Erfahrung zeigt, dass das ‹Early Voting› vor allem den Demokraten hilft», weiss die SRF-Korrespondentin. Die Gelegenheit zur frühen Stimmabgabe würden vor allem Angerhörige der Minderheiten nutzen und diese wählten in der Mehrheit demokratisch.

Das wissen auch die Republikaner, die ihrerseits versuchen, die frühe Stimmabgabe in den einzelnen Staaten einzuschränken. So etwa in North Carolina, einem wichtigen Swing-State – ein Staat also, der mal republikanisch, mal demokratisch wählt. «Ein Gericht hat die Einschränkungen in North Carolina aber sistiert», so Imboden weiter. In anderen US-Bundesstaaten seien noch Gerichtsfälle hängig.

Bei der letzten Präsidentenwahl 2012 gab ein gutes Drittel aller Wähler in den USA seine Stimme vor dem eigentlichen Wahltermin ab, in einzelnen Bundesstaaten lag der Anteil gar bei 70 Prozent. Und 2016 könnten es noch mehr werden.

Hohe Hürden bis zur Stimmabgabe

Insgesamt wahlberechtigt sind rund 200 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner. Die Wahlbeteiligung in den USA ist aber meist sehr niedrig. Das liegt auch daran, dass viele Hürden überwunden werden müssen, bevor man sich überhaupt als Wähler registrieren lassen kann.

Bürgerrechtler beklagen, 17 Staaten hätten neue Regeln erlassen, die es vor allem Minderheiten besonders schwer machten, an den Wahlen teilzunehmen. So würden Wahlbezirke verwirrend neu eingeteilt oder Wahllokale verlegt.

Hintergrund zu den US-Wahlen

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Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

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