Kontroverse um Trump-Stiftung

Neuer Ärger für den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump: Die Justiz des Bundesstaates New York hat der Stiftung des Immobilienmilliardärs bis auf weiteres untersagt, weiterhin Spenden einzutreiben. Dies geht aus einem Schreiben hervor, das der Nachrichtenagentur AFP übermittelt wurde.

Donald Trump

Bildlegende: Im Visier des New Yorker Generalstaatsanwaltes: Präsidentschaftskandidat Trump und seine Stiftung. Keystone

Die Stiftung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump soll es versäumt haben, sich entsprechend der Vorschriften bei der zuständigen Behörde des Bundesstaates registrieren zulassen, heisst es in dem Schreiben.

Generalstaatsanwalt setzt Frist

Auch habe die Trump Foundation nie die vorgeschriebenen Informationen über ihre Finanzaktivitäten an die Behörde geliefert, heisst es in dem auf vergangenen Freitag datierten Brief des Generalstaatsanwalts von New York, Eric Schneiderman, an die Stiftung.

Schneiderman setzte der Trump-Stiftung eine Frist von zwei Wochen, um die geforderten Unterlagen nachzuliefern. Die nach eigener Darstellung wohltätigen Zwecken dienende Stiftung war schon vor einigen Wochen in die Schlagzeilen geraten.

«Washington Post»: Gelder zweckentfremdet

Der republikanische Präsidentschaftskandidat steht im Verdacht, die Stiftung für seine persönlichen Belange missbraucht zu haben. Die «Washington Post» berichtete, Trump habe Stiftungsgelder für den Kauf von Gemälden und für die finanzielle Beilegung seiner Rechtsstreitigkeiten zweckentfremdet.


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9:33 min, aus SRF 4 News aktuell vom 04.10.2016

Nach Informationen der Zeitung hat der Immobilienmagnat zudem seit dem Jahr 2008 nicht mehr selbst an die Stiftung gespendet. Diese sei seither komplett auf Spenden von anderer Seite angewiesen.