Neuer Angriff auf die Clintons

Elf Tage vor der Präsidentschaftswahl schiesst Donald Trump weiter auf seine Gegnerin. Der jüngste Vorwurf: Hillary und Bill Clinton würden im Weissen Haus ihre «korrupten Machenschaften» ausbauen.

Bill und Hillary Clinton nach einer Wahlveranstaltung, halten sich die Hand und lächeln.

Bildlegende: Donald Trump sieht sich mit den jüngsten Wikileaks-Enthüllungen bestätigt, dass Hillary und Bill Clinton korrupt sind. Reuters

Nach neuen Wikileaks-Enthüllungen hat Donald Trump seiner Gegnerin Hillary Clinton und ihrem Mann Bill korrupte Machenschaften im Zusammenhang mit ihrer gemeinnützigen Stiftung vorgeworfen.

«Wenn die Clintons bereit waren, mit ihrem Unternehmen Schindluder zu treiben, als sie nicht im Weissen Haus waren, stellt euch nur einmal vor, was sie im Oval Office tun werden», sagte der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Geschenke von Spendern

Trump bezog sich auf ein E-Mail-Memorandum von Bill Clintons damaligem Berater Douglas Band von Jahr 2011, wonach der ehemalige US-Präsident Zahlungen und teure Geschenke von Spendern der Stiftung erhalten habe.

Einschliesslich mehrere Millionen Dollar für Reden und Beratertätigkeiten. «Herr Band nannte die Vereinbarungen ‹unorthodox›. Wir anderen nennen sie gänzlich korrupt», sagte Trump.

Hillary Clintons Wahlteam sagte dazu nach Angaben des Senders CBS, die Finanzbeziehungen seien nicht neu und in ihrer offengelegten Steuererklärung nachzulesen. Die betreffenden E-Mails waren im Laufe dieses Monats von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht worden.

Clinton spendenmässig vorne

Kurz vor der Präsidentschaftswahl in den USA hat Hillary Clinton zumindest einen riesigen finanziellen Vorsprung vor Donald Trump. Medienberichten zufolge sammelte sie im Oktober mit 57,2 Millionen Dollar fast doppelt so viele Spenden wie ihr republikanischer Konkurrent. Demnach kam Trump gerade mal auf 28,9 Millionen Dollar.

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  • Michelle Obama hilft beim US-Wahlkampf

    Aus Tagesschau vom 28.10.2016

    Obwohl Hillary Clinton zurzeit im Umfragehoch schwebt, braucht sie die Unterstützung von Michelle Obama. Die First Lady ist extrem beliebt beim Volk und deshalb eine der wichtigsten Wahlkampfhelferinnen von Clinton.