Zum Inhalt springen
Inhalt

US-Wahlen «Trump hört auf Spinner»

Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman zeichnet ein düsteres Zukunftsbild, sollte Donald Trump nächster US-Präsident werden. Der Ökonom sagt im Interview mit der «Tagesschau», dass die USA sich rasant verändern. Diese Wahl sei die letzte Chance für diejenigen, die ein «weisses Amerika» möchten

Legende: Video «Trump hört auf Spinner» abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.09.2016.

Gemäss Paul Krugman ist die Rasse sehr präsent im amerikanischen Wahlkampf. Von Präsidentschafts-Kandidat Donald Trump hält der Nobelpreisträger von 2008 wenig.

Trump mache keine richtige Politik, man habe keine Vorstellung davon für was er stehe: «Die Vorschläge für das Budget ändern praktisch jeden Tag.»

Legende: Video «Republikaner verbreiten falsche Fakten» abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.09.2016.

Protektionismus absehbar

«Seine Berater sind Spinner, egal ob es um Innen- oder Aussenpolitik geht», so Krugman.

Man befrage die Leute zu einfachen Fakten wie beispielsweise zur Arbeitslosigkeit, und erhalte die falschen Fakten, verbreitet von den Republikanern. «Wie über Wirtschaft diskutieren, wenn eine Partei die Wahrheit bestimmt?», fragt sich Krugman.

Sollte Trump der nächste US-Präsident werden, erwartet Krugman eine Nationalisierung der Wirtschaftspolitik – was sich etwa in vermehrtem Protektionismus ausdrücken könnte. Ausserdem werde Trump Steuergeschenke für Reiche durchsetzen.

Die Wahlbeteiligung ist entscheidend

Der linksorientierte Ökonom malt die Zukunft unter einem Präsidenten Donald Trump äusserst dunkel: «Wer würde Trump stoppen, etwas Schreckliches mit den Atomwaffen zu tun? Niemand!»

Krugman unterstützt daher Hillary Clinton, von der er eine Fortsetzung des Mitte-links-Kurses der Obama-Regierung erwartet.

Für den bekannten Kolumnisten der «New York Times» ist klar, dass wohl die Wahlbeteiligung eine entscheidende Rolle spielen wird. Gingen viele Junge nicht wählen oder wählten einen Protestkandidaten, dann sei es durchaus denkbar, dass Trump die Wahl gewinne.

Paul Krugman

Paul Krugman

Der US-Amerikaner Paul Krugman erhielt 2008 den Wirtschaftsnobelpreis. Als weltbekannter Ökonom schreibt er regelmässig Kolumnen in der «New York Times».

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

32 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Susanna Beerli (S. Beerli)
    Auch Demokraten verbreiten Lügen und falsche Fakten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Man sollte aber auch nicht vergessen, dass die Republikaner mit gefälschten Beweisen den Irakkrieg gestartet haben, was schlussendlich dem IS zu Macht verhalf. Und jetzt ist die ganze Region ein Chaos. Und dass alles nur wegen $$$!!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
    Sollte Trump die Wahlen gewinnen, so ist dies der Untergang sämtlicher gesellschaftlicher Wertvorstellungen. Wenn der Bürger sich solchen Demagogen anvertraut dürfen wir davon ausgehen, dass die Welt im Chaos versinken wird. Aber eben, der Mensch ist und bleibt unbelehrbar & gewissermassen dumm, weil er aus der Vergangenheit nichts lernt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Die Alternative zu Trump ist leider nur noch schlimmer. Schon eine Rede über die "aussergewöhnliche Nation", welche die Weltführerschaft übernehmen müsse, schon gehört? Und, dass sie Hackerangriffe gleich behandeln und beantworten wird, wie militärische? Damit liesse sich ohne Beweise, ohne Grund ein Krieg gegen Russland ausrufen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Fritz Frei (Fritz Frei)
      @Bernoulli: Das klingt schon auch von Ihrer Seite nicht sehr intelligent (wenn man Krugmans Definition von Spinnern nimmt). Trump will Russland atomar angreifen und Clinton will existenzbedrohende Cyberangriffe gleich behandeln wie traditionelle Kriegshandlungen. Wenn Sie das gegeneinander stellen und dann Trump als weniger bedrohlich taxieren, habe ich grtosse Schwierigkeiten, das zu verstehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Susanna Beerli (S. Beerli)
      Herr Bächler, Sie verbreiten Weltuntergangsgeschichten. Kennen Sie Trump oder Clinton persönlich, so dass Sie sich eine Meinung bilden konnten über diese 2 Personen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Susanna Beerli (S. Beerli)
      F. Frei, wo haben Sie den das gehört. Trump möchte doch eher mit Russland wieder in ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Was man schon sicher sagen kann: Trump steht für Steuergeschenke für die Reichen, für weniger Umweltschutz und für mehr Protektionismus. Worüber man sich im Unklaren ist, wie er mit den Atomwaffen umgehen wird. Wenn man sein unstetes, cholerischen Wesen in Betracht zieht muss man mit dem Schlimmsten rechnen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen