Trumps Wahlkampfstratege tritt zurück

Paul Manafort ist zurückgetreten. Der umstrittene Leiter von Donald Trumps Wahlkampfteam stand unter erheblichem Druck. Dies wegen Berichten über finanzielle Verstrickungen in der Ukraine.

Paul Manafort und andere Personen an einer Wahlkampfverstaltung in Wisconsin

Bildlegende: Umstrittene Figur: Trumps Wahlkampfstratege Paul Manafort. Keystone

Paul Manafort, der Leiter des Wahlkampfteams von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump, nimmt den Hut. Das bestätigte Trump am Freitag. Er dankte Manafort für seine «grossartige Arbeit», vor allem während des Parteitages.

Stephen Bannon schaut ernst in eine Kamera

Bildlegende: Übernimmt Manaforts Stelle: Stephen Bannon. Keystone

Manafort stand zuletzt unter erheblichem Druck, weil Medien über finanzielle Verstrickungen des Wahlkampfstrategen in der Ukraine berichteten: Manafort, der für den ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch gearbeitet hatte, wurde in einem Geheimdokument als Empfänger von Millionensummen – mutmasslicher Schwarzgeldzahlungen russlandfreundlicher Kreise in der Ukraine – genannt.

In dieser Woche hatte Trump Stephen Bannon als neuen Leiter seines Wahlkampfteams installiert. Allerdings sollte Manafort als eine Art Chefstratege mit an Bord bleiben. Sein Rücktritt ist ein weiterer Beleg für die anhaltenden Turbulenzen, in denen Trumps Team steckt.

Trump ist in den vergangenen Wochen nach schlechten Umfrage-Ergebnissen gegenüber seiner demokratischen Mitbewerberin Hillary Clinton in die Defensive geraten. Der republikanische Kandidat ernannte bei der Umbildung seines Teams am Mittwoch auch eine neue Kampagnen-Managerin, Kellyanne Conway. Diese erklärte umgehend, das neue Team werde «sicherstellen, dass Donald Trump sich in seiner eigenen Haut wohl fühlt, dass er seine Authentizität nicht verliert».