USA: Befürworter für schärfere Waffengesetze im Aufwind

Einen Monat nach der Bluttat von Newtown dauert in den USA die Debatte um Waffenbesitz an. Der Präsident gibt sich weiter kämpferisch. Eine Umfrage könnte ihm zusätzlichen Rückenwind geben.

Ausgestellte Gewehre an einer Waffenshow im US-Staat Virginia.

Bildlegende: Waffenmarkt in Virginia: In einigen US-Bundesstaaten ist der Kauf von Waffen besonders einfach. Keystone

Einen Monat nach dem Amoklauf von Newton mit 20 toten Schulkindern wächst die Zahl der US-Bürger, die sich für striktere Waffengesetze aussprechen.

In einer Umfrage des Forschungsinstituts Gallup gaben 38 Prozent der Befragten an, dass sie unzufrieden mit den bisherigen Regeln sind und sich härtere Gesetze wünschen. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 25 Prozent.

Besonders Frauen, Senioren, Farbige und Anhänger der Demokraten wünschen sich schärfere Gesetze. Trotzdem sieht ein noch grösserer Anteil von 43 Prozent keinen Bedarf für härtere Bestimmungen. Im Vorjahr waren es noch 50 Prozent. Aber nur noch 5 Prozent sprechen sich für eine Lockerung der Waffengesetze aus.

Gallup hat für die zwischen 7. und 10. Januar durchgeführte Telefonumfrage 1011 Personen interviewt.

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Obama für verschärfte Waffengesetze

0:21 min, aus Tagesschau Nacht vom 14.1.2013

Obama hält an Plänen fest

Derweil dauert die Debatte zum Waffenbesitz an. US-Präsident Barack Obama beharrt – gegen den Widerstand von Lobbyisten – auf schärfere Gesetze. Auch ein «sinnvoll gestaltetes» Verbot von Sturmwaffen werde weiter diskutiert, sagte Obama.

Er halte zudem weiter fest an einer ausgiebigen Überprüfung von Waffenkäufern und einer Höchstgrenze der Patronenzahl für psychisch Kranke und vorbestrafte Waffenbesitzer.