USA bombardiert IS-Terrorbasis in Libyen

Die USA haben in der Nacht eine Unterkunft von Terroristen in Libyen aus der Luft angegriffen. Dabei kamen mindestens 41 Menschen ums Leben. Ziel der Angriffe war ein ranghoher tunesischer Extremist, der dem Islamischen Staat nahe gestanden haben soll.

Trümmer nach der Explosion.

Bildlegende: Blick über die zerstörten Gebäude im Stadtbezirk Kasr Talil im westlibyschen Sabratha. Sabratha Municipal Council Website

Der Bürgermeister der libyschen Stadt Sabratha sagte der Agentur Reuters, die Flugzeuge hätten gegen 3.30 Uhr ein Gebäude im Stadtbezirk Kasr Talil bombardiert. 41 Menschen seien dabei getötet und sechs verletzt worden, berichtete Libyaschannel EN. Regierungsvertreter hätten den Angriffsort besichtigt und im Gebäude Waffen gefunden.

Zwei serbische Diplomaten getötet

Unter den Opfern sind auch zwei entführte serbische Diplomaten: «Leider haben wir gestern die Information bekommen, dass bei diesem Angriff mehrere ausländische Bürger und unter ihnen zwei Beamte unserer Botschaft getötet wurden», sagte Serbiens Innenminister Ivica Dacic am Samstag. Die beiden Opfer müssten noch identifiziert werden. Sie waren im November entführt worden.

Angriff auf einen Extremisten

Peter Cook, Sprecher des Pentagon, sagte, Ziel der Angriffe sei der tunesische Extremist Noureddine Chouchane, bekannt als Sabir, gewesen. Er wird mit Terroranschlägen 2015 auf das Bardo Museum in der tunesischen Hauptstadt Tunis sowie am Strand von Sousse in Verbindung gebracht. «Dieser Luftschlag zeigt, dass wir den IS bekämpfen, wo immer das nötig ist », sagte der Sprecher.

Die Stadt Sabratha liegt im Westen Libyens, nahe der Grenze zu Tunesien. In dem Gebiet ist vor allem die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) präsent.

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